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Raphael Lämmerzahl: „Alter Teamname, neues Feuer.“

Nach mehreren Jahren Pause ist Raphael Lämmerzahl zurück in der InWiTo Racing Series – und sein Comeback hätte kaum besser verlaufen können. Gemeinsam mit dem neu formierten Skull Racing Team gelang bereits beim zweiten Saisonrennen der Sprung aufs Podium. Im Interview spricht Raphael über seine Rückkehr, den Neustart mit einem traditionsreichen Teamnamen und warum Skull Racing 2026 noch für die eine oder andere Überraschung sorgen möchte.

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I.R.S.: Raphael, nach einer längeren Pause feierst du 2026 dein Comeback in der InWiTo Racing Series. Wie kam es dazu, dass du wieder aktiv geworden bist und warum fiel die Wahl auf Skull Racing?

Raphael Lämmerzahl: Leider musste ich in den vergangenen Jahren aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzertreten. Zum Glück hat sich das inzwischen zum Positiven entwickelt – und genau das war der entscheidende Auslöser für mein Comeback. Dazu kam, dass von eurer Seite immer eine tolle Kommunikation bestand und mir jederzeit signalisiert wurde, dass eine Rückkehr möglich ist. Dafür bin ich wirklich dankbar.

Die Entscheidung für Skull Racing fiel mir dann leicht. Dieses Traditionsteam darf einfach nicht in der Versenkung verschwinden. Deshalb haben wir uns ganz bewusst dafür entschieden – ganz nach dem Motto: Alter Teamname, neues Feuer.

I.R.S.: Skull Racing geht in dieser Saison mit einer komplett neuen Fahrerkonstellation an den Start. Mit Stefan Fischer und Miguel de Freitas stehen zwei neue Fahrer an deiner Seite. Wie wichtig ist dabei deine Erfahrung?

Raphael Lämmerzahl: Puh, gute Frage. Ich glaube tatsächlich, dass meine Erfahrung gar nicht der entscheidende Faktor ist. In den vergangenen Jahren hat sich einiges verändert – sowohl beim Reglement als auch bei den Strecken.

Viel wichtiger ist unser gemeinsamer Ansatz: konzentriert bleiben, möglichst straffrei durch die Rennen kommen und immer den Teamgedanken in den Mittelpunkt stellen. Wir fahren nicht als Einzelkämpfer, sondern als Mannschaft. Wir unterstützen, motivieren und stärken uns gegenseitig. Nach den ersten beiden Rennen gibt uns der bisherige Erfolg recht, diesen Weg konsequent weiterzugehen.

I.R.S.: Der Saisonauftakt fand auf der Indoor-Kartbahn in Werther statt. Wie hast du den ersten Auftritt des neuen Teams erlebt?

Raphael Lämmerzahl: Das erste Rennen war eine Mischung aus kleinen Unstimmigkeiten, etwas Chaos, aber auch vielen positiven Erlebnissen. Genau daraus konnten wir wichtige Erkenntnisse mitnehmen und haben vieles bereits beim zweiten Rennen umgesetzt.

Vor allem die Qualität, das Engagement und der Einsatz meiner neuen Teamkollegen haben dazu beigetragen, dass wir uns so schnell weiterentwickeln konnten.

I.R.S.: Beim zweiten Saisonrennen in Kerpen gelang Skull Racing mit Platz drei ein echtes Ausrufezeichen. Warst du von diesem Ergebnis überrascht?

Raphael Lämmerzahl: Ja, auf jeden Fall. Und genau das ist auch unser Ziel in dieser Saison: die favorisierten Teams ein wenig aufzumischen – soweit es eben möglich ist.

Das Podium hat unsere Erwartungen sogar übertroffen. Natürlich hatten wir bei der Kartauslosung auch etwas Glück, aber wir sind gleichzeitig ein sehr sauberes Rennen gefahren. Außerdem spielen die neuen Strecken eine wichtige Rolle. Dort haben alle Teams die Chance, sich besonders gut zu präsentieren.

I.R.S.: Wie schwierig war der Wechsel in ein neues Team nach deiner Rückkehr?

Raphael Lämmerzahl: Ehrlich gesagt überhaupt nicht. Meine Teamkollegen haben es mir unglaublich leicht gemacht, wieder anzukommen.

I.R.S.: In der Saison gab es Situationen, in denen Ersatzfahrer oder kurzfristige Lösungen notwendig wurden. Wie wichtig ist es, dass ein Team auf solche Fälle vorbereitet ist?

Raphael Lämmerzahl: Diese Möglichkeit ist extrem hilfreich. Wahrscheinlich werden auch wir im Laufe der Saison einmal darauf zurückgreifen müssen. Wichtig ist dabei, dass man trotzdem gemeinsam erfolgreich sein kann. Da bin ich bei unserem Team aber sehr optimistisch.

I.R.S.: Nach zwei Saisonrennen liegt Skull Racing bereits auf Rang vier der Gesamtwertung. Hättest du vor Saisonbeginn damit gerechnet?

Raphael Lämmerzahl: Gerechnet? Nein. Gehofft? Ja. 

Unser eigentliches Ziel ist eine Platzierung unter den Top 10. Alles, was darüber hinausgeht, zeigt uns, welches Potenzial in unserem Team steckt. Solange wir konzentriert unser eigenes Rennen fahren, ist sicherlich einiges möglich.

I.R.S.: Wie beurteilst du das Niveau der Konkurrenz in der InWiTo Racing Series 2026?

Raphael Lämmerzahl: Das Niveau an der Spitze ist schon enorm hoch und für uns eigentlich noch ein gutes Stück entfernt. Umso mehr freut es uns, den Topteams ein wenig Druck machen zu können und zu zeigen, dass wir keineswegs chancenlos sind.

I.R.S.: Der diesjährige Rennkalender führt die Teams nach Werther, Kerpen, Emsbüren und zum Finale nach Essen. Wie bewertest du die Streckenauswahl?

Raphael Lämmerzahl: Die Streckenauswahl ist einfach mega. Ich finde es richtig stark, dass wir so unterschiedliche Rennstrecken im Kalender haben. Das sorgt für zusätzliche Spannung und stellt jedes Team vor neue Herausforderungen. Genau deshalb fallen die Ergebnisse auf jeder Strecke anders aus – und das haben wir in Kerpen bereits gesehen.

I.R.S.: Wenn du ein erstes Fazit nach den beiden bisherigen Saisonrennen ziehen müsstest: Bist du eher zufrieden, überrascht oder vielleicht sogar hungrig auf mehr?

Raphael Lämmerzahl: In erster Linie bin ich unglaublich stolz auf mein Team und total zufrieden mit unserem bisherigen Saisonverlauf. Ich bin richtig glücklich darüber, wie gut unsere neue Fahrerkonstellation funktioniert. Der Einsatz, den Stefan und Miguel vor, während und nach den Rennen zeigen, macht deutlich, dass hier etwas entstehen kann – und das macht richtig Lust auf die kommenden Veranstaltungen.

Mit unseren Ergebnissen sind wir natürlich sehr zufrieden. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns jetzt zurücklehnen. Der Podestplatz hat uns gezeigt, was möglich ist – und genau das macht Lust auf mehr.

Also zieht euch warm an – wir sind heiß und bereit! 

© 2014 by InWiTo-Racing-Series

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