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InWiTo-Racing Series
"Die Amateur Freizeit Kartliga"
Neuanfang mit Charakter: Wild Boys Lünen Racing setzt auf Entwicklung statt Druck
Radikaler Umbruch, neue Fahrer und ein klarer Fokus auf Zusammenhalt: Wild Boys Lünen Racing startet mit veränderter Struktur in die Saison der InWiTo Racing Series. Teamchef und Fahrer Andreas Kamyk spricht über Hintergründe, Lernprozesse und eine bewusst andere Herangehensweise im Wettbewerb.

Die Saison 2026 der InWiTo Racing Series markiert für Wild Boys Lünen Racing einen deutlichen Neustart. Nach personellen Veränderungen hat sich das Team nahezu komplett neu aufgestellt – eine Entscheidung, die laut Andreas Kamyk vor allem aus der Vergangenheit heraus notwendig wurde. Unzuverlässigkeit im bisherigen Fahreraufgebot habe nicht nur Punkte, sondern auch den Spaß am Rennsport gekostet. Die Konsequenz: ein klarer Schnitt und frische Impulse im Team.
Mit Mike und Flemming setzt Wild Boys Lünen Racing nun auf neue Fahrer, die nicht nur sportlich, sondern auch menschlich ins Team passen sollen. Trotz ihrer Rolle als Neuzugänge sieht Kamyk sie keineswegs als klassische Anfänger. Vielmehr versteht sich das Projekt als organischer Entwicklungsprozess – ohne überzogenen Erfolgsdruck. „Mit aller Macht gewinnen zu wollen, ist eher etwas für andere Teams“, stellt er klar.
Der Blick auf die vergangenen Saisons zeigt, dass das Team häufig im hinteren Mittelfeld angesiedelt war. Für Kamyk lag das jedoch nicht nur an der reinen Performance, sondern auch an strukturellen Defiziten. Zu große Zurückhaltung und fehlende Durchsetzungsfähigkeit hätten das Team wiederholt eingebremst. Für die Zukunft fordert er daher eine klarere Haltung auf der Strecke: mehr Konsequenz, mehr „Biss“ im direkten Wettbewerb.
Trotz seiner Erfahrung sieht sich Kamyk selbst nicht als klassische Führungsfigur. Vielmehr versteht er seine Rolle als Motivator, der Menschen für den Motorsport begeistert und sie an die Serie heranführt. Der Teamgedanke steht im Vordergrund – nicht individuelle Hierarchien.
Der Saisonauftakt in Werther verlief mit Platz 16 erwartungsgemäß schwierig, wird intern jedoch nicht überbewertet. Für Kamyk hatte dieses Rennen nur begrenzte Aussagekraft, auch aufgrund seiner persönlichen Einschätzung der Strecke. Der Fokus liegt klar auf den kommenden Läufen, in denen sich das Team realistischer einordnen möchte.
Dabei ist dem Team bewusst, dass im ersten Rennen noch viele Faktoren nicht optimal waren. Neben der Eingewöhnung der neuen Fahrer fehlte es an mehreren Stellschrauben gleichzeitig – von Pace bis Abstimmung. Dennoch wird dieser Zustand als Teil des Prozesses akzeptiert.
Die Integration der neuen Fahrer sieht Kamyk entspannt. Er versteht sich weniger als Ausbilder, sondern gibt punktuell Tipps, während sich das Zusammenspiel im Team mit der Zeit entwickeln soll. Entscheidend ist für ihn ohnehin nicht allein das fahrerische Potenzial, sondern vor allem die gemeinsame Basis: „Ich suche Freunde, die Spaß am gleichen Hobby haben.“
Mit Blick auf den weiteren Saisonverlauf erkennt Kamyk vor allem Chancen – insbesondere durch den Wechsel auf Outdoor-Strecken. In der aktuellen Konstellation sei das Team für die Konkurrenz schwer einzuschätzen, was sich als Vorteil erweisen könnte.
Ein konkretes Ergebnisziel formuliert er zwar vorsichtig, doch eine Platzierung in den Top 10 erscheint als realistischer Maßstab. Viel wichtiger ist für ihn jedoch die Entwicklung über die Saison hinweg. Der Erfolg des Neustarts bemisst sich nicht allein an Punkten, sondern daran, ob es gelingt, sich kontinuierlich zu steigern und als Team zusammenzuwachsen.
Wild Boys Lünen Racing geht damit bewusst einen anderen Weg: weniger Druck, mehr Entwicklung – und die klare Überzeugung, dass nachhaltiger Erfolg genau dort beginnt.
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