

InWiTo-Racing Series
"Seit 2009 auf der Rennstrecke"
Andreas Kamyk im Interview: „Ich freue mich auf jedes Rennen, weil es wie ein Familientreffen ist“
Neuanfang, Teamgeist und jede Menge Lernmomente: Die Wild Boys Lünen Racing blicken auf eine bewegte Saison 2026 zurück. Nach einem kompletten Neuaufbau mit zwei neuen Fahrern lief zwar nicht alles nach Plan, doch Leidenschaft und Zusammenhalt stimmten von Anfang an. Trotz einiger Rückschläge bleibt Andreas Kamyk seinem Team und der InWiTo Racing Series treu. Auch 2027 werden die Wild Boys Lünen Racing wieder an den Start gehen – mit einem klaren Ziel: weniger Fehler machen, sportlich den nächsten Schritt gehen und gemeinsam für die eine oder andere Überraschung sorgen.
Wir haben mit Andreas über seine Saison, besondere Erlebnisse, den Teamgeist und seine Vorfreude auf das kommende Rennjahr gesprochen.
.jpeg)
Andreas, wenn du heute auf die Saison 2026 zurückblickst, was geht dir als Erstes durch den Kopf? Es war für die Wild Boys Lünen Racing schließlich ein Jahr, in dem vieles neu war. Mit welchen Erwartungen bist du gestartet?
Andreas Kamyk: Ehrlich gesagt hatte ich mir ein bisschen mehr erhofft. Trotzdem bin ich irgendwie zufrieden. Wir hatten ein neues Team mit zwei neuen, super Jungs. Wir haben viel Pech gehabt und noch mehr dumme Fehler gemacht. Aber wie gesagt: Ich bin zufrieden und freue mich auf die neue Saison.
Ein neues Team aufzubauen, bedeutet weit mehr, als einfach gemeinsam ins Kart zu steigen. Wie hast du die Zusammenarbeit bei den Wild Boys Lünen Racing erlebt? Was hat bereits gut funktioniert, und wo musstet ihr euch noch finden?
Andreas Kamyk: Die Zusammenarbeit und die gemeinsame Leidenschaft haben sehr gut gepasst. Da war kein großes Anlernen nötig, es hat sofort super funktioniert. Jetzt müssen wir unsere Fehler abstellen und noch mehr Ehrgeiz zeigen. Die Grundlage stimmt auf jeden Fall!
Die Wild Boys Lünen Racing haben die Saison auf dem letzten Tabellenplatz abgeschlossen. Wie gehst du persönlich mit diesem Ergebnis um? Bist du enttäuscht oder überwiegt der Stolz auf dein Team?
Andreas Kamyk: Ich bin gar nicht so enttäuscht. Ich bin eher stolz auf mein Team. Schade ist natürlich, dass Flemming uns wieder verlässt. Aber mit Mike habe ich jetzt einen erfahrenen Fahrer an meiner Seite. Mike wird alles dafür tun, gemeinsam mit mir noch besser zu werden. Darauf freue ich mich!
Motorsport besteht nicht nur aus Ergebnissen, sondern auch aus besonderen Erlebnissen. Was waren deine persönlichen Highlights der Saison 2026?
Andreas Kamyk: Die neuen Strecken waren natürlich Highlights. Dann hatten wir in Kerpen unseren Ersatzfahrer, der uns alle positiv überrascht hat. Und Emsbüren im Regen war auch etwas Besonderes – genauso wie mein Abflug wegen des Radbruchs. Da war schon einiges dabei! Langweilig wurde es jedenfalls nicht.
Wenn du die Saison noch einmal Revue passieren lässt: Was würdest du gerne anders machen? Und auf welches Erlebnis könntest du in Zukunft gut verzichten?
Andreas Kamyk: Mein Abflug in Kerpen, bei dem ich mit einem anderen Fahrer rausgerutscht bin und es eine Strafe gab. Ich weiß bis heute nicht genau, wie das passieren konnte, zumal ich schneller war. Ohne diese Situation wäre es fast perfekt gewesen. Solche Momente braucht man natürlich nicht unbedingt.
Zwischenzeitlich war nicht selbstverständlich, dass die Wild Boys Lünen Racing auch 2027 wieder dabei sein würden. Wie hast du diese Phase erlebt, und was hat letztlich den Ausschlag für die Fortsetzung gegeben?
Andreas Kamyk: Ein bisschen dein süßer Dackelblick! (lacht) Ausschlaggebend war aber Mike. Zwei neue Fahrer zu suchen, wäre mir einfach zu viel gewesen. Mit dem Okay von Mike wurde alles viel einfacher. Und mir hätte natürlich auch etwas gefehlt, wenn es nicht weitergegangen wäre.
Blicken wir nach vorne: Worauf freust du dich persönlich in der Saison 2027? Hast du ein sportliches Ziel oder eine Strecke, auf die du dich besonders freust?
Andreas Kamyk: Ich würde schon ganz gerne unter die ersten zehn kommen. Kerpen und Emsbüren werden bestimmt wieder Highlights. Aber ich möchte auch gar nicht zu viel erwarten. Ich lasse mich einfach überraschen und schaue, was möglich ist.
Nach einem kompletten Neuaufbau könnt ihr 2027 auf den Erfahrungen der ersten gemeinsamen Saison aufbauen. Was müsst ihr verbessern, um sportlich den nächsten Schritt zu machen?
Andreas Kamyk: In erster Linie müssen wir die dummen Fehler abstellen. Das Wiegen nicht vergessen, keinen Boxenstopp verschlafen und den Buzzer drücken! (lacht) Es sind manchmal Kleinigkeiten, die uns unnötig Punkte kosten. Wenn wir das besser hinbekommen, können wir uns auch sportlich weiterentwickeln.
Die InWiTo Racing Series lebt nicht nur vom Wettbewerb, sondern auch von der Gemeinschaft. Was bedeutet dir diese Atmosphäre persönlich? Und gibt es etwas, das du dir für die Zukunft wünschen würdest?
Andreas Kamyk: Zu 99 Prozent ist es eine wirklich sehr faire Gemeinschaft. Es war tatsächlich schon mal schlimmer. Was mich ärgert, sind Fahrer, die denken, der Rest würde für sie eine Rettungsgasse bilden, damit sie einfach durchfahren können. Aber das sind wirklich nur ganz wenige.
Ich freue mich auf jedes Rennen, weil es wie ein Familientreffen ist. Das ist für mich etwas Besonderes.
Einen Punkt gibt es allerdings, der mich ärgert: dass man die Ersatzfahrer nicht mehr selbst stellen kann. Das hat schließlich auch mit dem Startgeld zu tun, und da würde man lieber selbst entscheiden. Auch wenn wir schon sehr oft von richtig guten Fahrern profitiert haben, würde ich mir bei dieser Frage mehr eigene Entscheidungsfreiheit wünschen.
Zum Abschluss, Andreas: Was müsste passieren, damit du nach dem Saisonfinale 2027 sagen kannst, dass es ein richtig gutes Jahr für die Wild Boys Lünen Racing war? Und was möchtest du deinen Teamkollegen, den befreundeten Teams und den Fans mit auf den Weg geben?
Andreas Kamyk: Auf jeden Fall hoffe ich wieder auf eine stressfreie Saison. Ich wünsche mir, dass unsere befreundeten Teams alle wieder am Start sind und wir wieder ein paar Teams ärgern können. Wenn wir dann auch noch gut abschneiden, ist es perfekt gewesen!