

InWiTo-Racing Series
"Seit 2009 auf der Rennstrecke"
InWiTo Racing Series im Interview: Gabriel Müller – „Nächste Saison werden wir mitreden!“
Eine erste Saison voller Erfahrungen, starker Momente und wichtiger Erkenntnisse: Gabriel Müller vom Team Die Timos blickt auf sein Debüt in der InWiTo Racing Series zurück. Im Interview spricht er über die besondere Gemeinschaft innerhalb der Serie, persönliche Highlights, enttäuschende Momente und die Erkenntnisse, die sein Team für die kommende Saison mitnimmt. Eines steht für ihn fest: 2027 wollen Die Timos nicht mehr nur Erfahrungen sammeln, sondern sportlich ein deutliches Ausrufezeichen setzen.
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Gabriel, hinter dir liegt deine erste Saison in der InWiTo Racing Series. Mit welchen Erwartungen bist du gestartet, und wie fällt dein erster Rückblick aus?
Vorab möchte ich mich erst einmal herzlich dafür bedanken, dass wir als Team in diesem Jahr an der InWiTo Racing Series teilnehmen durften. Es war eine sehr, sehr spannende und unterhaltsame Saison!
Zu Beginn hatte ich ehrlich gesagt etwas höhere Erwartungen an unser Team. Allerdings darf man nicht vergessen, dass uns noch die nötige Erfahrung und teilweise auch die richtigen taktischen Ansätze fehlen. Hinzu kommt, dass wir bei einem Rennen ausgeschieden sind und dadurch wichtige Punkte für die Meisterschaft verloren haben.
Trotzdem war es eine tolle erste Saison, aus der wir viel mitnehmen können. Wir haben gemerkt, wo unsere Stärken liegen, aber auch, an welchen Stellen wir uns noch verbessern müssen.
Die InWiTo Racing Series ist mehr als nur Kartfahren und Punkte sammeln. Wie hast du die Serie persönlich erlebt? Was hat dich besonders beeindruckt?
Ich habe schnell gemerkt, wie sehr diese Serie die Menschen miteinander verbindet. Natürlich kommt es während der Rennen auch einmal zu Meinungsverschiedenheiten, was im Wettbewerb völlig normal ist. Trotzdem fühlt sich alles wie eine große, enge Gemeinschaft an.
Jeder kennt jeden, man freut sich darauf, sich bei den Veranstaltungen wiederzusehen, und irgendwann merkt man einfach, dass man dazugehört. Das finde ich besonders schön.
Außerdem lernt man durch die InWiTo immer wieder neue Kartstrecken kennen und erlebt sowohl Indoor- als auch Outdoor-Rennen. Diese Abwechslung macht die Serie zusätzlich interessant. Für mich zählt deshalb nicht nur der sportliche Wettbewerb, sondern auch der Zusammenhalt untereinander.
Was waren deine persönlichen Highlights in deiner ersten Saison? Gibt es Momente, auf die du besonders stolz bist?
Ein ganz besonderes Highlight war unser erstes Rennen. Dort konnten wir als Rookies zeigen, was wirklich in uns steckt. Wir haben bewiesen, dass wir nicht einfach nur Anfänger sind, sondern durchaus das fahrerische Können mitbringen, um vorne mitzufahren.
Ein weiteres Highlight war das Rennen in Emsbüren. Dort bin ich als einziger Fahrer der Timos an den Start gegangen und konnte uns im Qualifying eine Podiumsposition sichern. Solche Momente machen einen als Fahrer unglaublich glücklich und sind etwas, worauf man stolz sein kann.
Aber es sind nicht nur die Ergebnisse, die in Erinnerung bleiben. Wenn man von seinen Teamkollegen nach einem Rennen hört: „Jo, du bist echt super gefahren!“, dann bedeutet das ebenfalls sehr viel. Solche Rückmeldungen motivieren einen zusätzlich und zeigen, dass die eigene Leistung wahrgenommen und geschätzt wird.
Natürlich läuft nicht immer alles nach Plan. Was war dein schwierigster Moment der Saison?
Ich glaube, das war ganz klar das Rennen in Kerpen. Wir hatten uns als Team wirklich intensiv darauf vorbereitet, aber am Ende lief es überhaupt nicht. Wir haben eine enttäuschende Mannschaftsleistung gezeigt, und auch ich persönlich habe gemerkt, dass ich an diesem Tag nicht meine beste Leistung abgerufen habe.
Das war natürlich frustrierend, gerade weil wir uns im Vorfeld einiges vorgenommen hatten. Aber genau solche Erfahrungen gehören dazu. Man muss daraus lernen, die Fehler analysieren und es beim nächsten Mal besser machen. Entscheidend ist, wie man als Team damit umgeht und was man anschließend daraus macht.
Was hast du in deiner ersten Saison fahrerisch und taktisch gelernt? Wo siehst du bei euch noch das größte Verbesserungspotenzial?
Ich habe gelernt, dass es in der InWiTo Racing Series unglaublich stark auf die Taktik ankommt. Genau dort haben wir als Team momentan noch Nachholbedarf.
Ich bin überzeugt, dass wir fahrerisch durchaus das Potenzial für einen Podiumsplatz haben. Dafür müssen wir aber unser Können mit der richtigen Strategie verbinden. Gerade bei einem Langstreckenrennen reicht es nicht, einfach schnell zu fahren. Man muss auch die Rennsituation verstehen, die Zeiten im Blick behalten und die richtigen Entscheidungen treffen.
Wenn wir es schaffen, unsere fahrerischen Fähigkeiten und unsere taktische Vorbereitung besser miteinander zu verbinden, können wir einen großen Schritt nach vorne machen.
Du bist für Die Timos an den Start gegangen. Was zeichnet euer Team aus, und wie wollt ihr euch gemeinsam weiterentwickeln?
Ich glaube, unsere größte Stärke ist unser Zusammenhalt. Da wir auch privat miteinander befreundet sind, wissen wir, wie wir miteinander umgehen können. Das ist ein wichtiger Vorteil, gerade wenn es auf der Strecke einmal nicht so läuft.
Natürlich gibt es trotzdem noch viel Potenzial nach oben. Vor allem bei der Vorbereitung auf die Rennen müssen wir intensiver arbeiten und unsere taktischen Möglichkeiten besser besprechen.
Deshalb werden wir uns in nächster Zeit noch einmal zusammensetzen und die vergangene Saison gemeinsam analysieren. Wir wollen darüber sprechen, was gut funktioniert hat, wo wir Fehler gemacht haben und was wir in Zukunft anders angehen müssen. Unser Ziel ist es, als Team besser vorbereitet in die nächste Saison zu starten.
Wenn du die gesamte Saison Revue passieren lässt: Wie zufrieden bist du mit eurer Entwicklung und euren Ergebnissen?
Das ist gar nicht so einfach zu beurteilen, weil wir leider nicht die komplette Saison in unserer vorgesehenen Besetzung absolvieren konnten. Wir sind bei einem Rennen ausgeschieden, und Timo musste ebenfalls zwei Rennen auslassen. Dadurch ist es schwierig, unsere Gesamtleistung über die gesamte Saison hinweg fair einzuschätzen.
Was ich aber besonders interessant fand, war unser letztes Rennen. Timo hat sich dort intensiv mit den taktischen Aspekten beschäftigt. Dabei haben wir deutlich gemerkt, wie viel es ausmachen kann, wenn sich jemand gezielt um Rennzeiten, Strategie und die jeweilige Situation kümmert.
Das war für uns eine wichtige Erkenntnis. Es zeigt, dass wir nicht unbedingt nur fahrerisch besser werden müssen, sondern auch außerhalb des Karts einen entscheidenden Beitrag leisten können. Genau daran wollen wir anknüpfen.
Der Blick richtet sich bereits auf die nächste Saison. Welche Ziele hast du dir für 2027 gesetzt?
Für die nächste Saison möchte ich mich in allen Bereichen verbessern. Ich möchte bessere Zeiten im Qualifying fahren, konstanter werden und natürlich auch unsere Leistung in der Gesamtwertung steigern.
Die Meisterschaftswertung ist definitiv ein Punkt, auf den wir unseren Fokus legen werden. Wir wollen nicht wieder wichtige Chancen ungenutzt lassen, sondern über die gesamte Saison hinweg konkurrenzfähig bleiben.
Und ein Ziel steht für uns ganz besonders im Vordergrund: Wir wollen mindestens eine Trophäe mit nach Hause nehmen! Dafür müssen wir hart arbeiten, uns gut vorbereiten und als Team noch enger zusammenrücken.
Wer sind für dich die stärksten Konkurrenten in der InWiTo Racing Series? Welche Teams müssen die anderen 2027 besonders auf dem Zettel haben?
Ich glaube, worauf wir uns alle einigen können, ist, dass Phoenix RT ein unglaublich starkes Team ist. Auch JPGDesign3D gehört definitiv zu den Mannschaften, die man auf dem Zettel haben muss.
Allerdings darf man die anderen Teams keinesfalls unterschätzen. Gerade die Erfahrung, die viele Mannschaften bereits mitbringen, kann im Verlauf einer Saison einen großen Unterschied machen.
Es ist schwierig, jetzt schon vorherzusagen, wer in der kommenden Saison besonders überraschen wird. Die zurückliegende Saison hat schließlich gezeigt, dass immer wieder unerwartete Dinge passieren können.
Unser Fokus liegt deshalb vor allem auf uns selbst. Wir wollen unsere Leistung verbessern, unsere Vorbereitung optimieren und in der nächsten Saison eine richtig starke Performance abliefern. Wenn uns das gelingt, werden wir sehen, was gegen die Konkurrenz möglich ist.
Zum Abschluss: Was bedeutet dir die InWiTo Racing Series nach deinem ersten Jahr, und welche Botschaft möchtest du deinem Team und der Konkurrenz mit auf den Weg geben?
Die InWiTo Racing Series hat mir gezeigt, dass Motorsport weit mehr sein kann als schnelle Rundenzeiten und gute Platzierungen. Es geht auch um Gemeinschaft, Freundschaften, gemeinsame Erlebnisse und darum, sich als Team weiterzuentwickeln.
An meine Teamkollegen möchte ich sagen: Ich wünsche euch allzeit gute Fahrt, faire Rennen und vor allem eine erfolgreiche nächste Saison. Es war mir eine Ehre, mit euch auf der Strecke zu stehen und ich freue mich auf alles, was noch kommt.
Und an unsere Konkurrenz habe ich noch eine kleine Botschaft:
„Genießt die Ruhe, solange ihr sie noch habt. Denn in der nächsten Saison wird sich etwas ändern!“
Wir kommen nicht mehr nur, um Erfahrungen zu sammeln. Wir kommen, um ein Zeichen zu setzen. Merkt euch den Namen – Die Timos. Denn nächste Saison werden wir nicht mehr nur mitfahren. Wir werden mitreden!