

InWiTo-Racing Series
"Die Amateur Freizeit Kartliga"
„Wir greifen nach den großen Sternen“
Der Einstieg in eine neue Rennserie ist selten einfach – doch Gabriel Müller gelang mit seinem Team „Die Timos“ direkt ein Achtungserfolg. Beim Saisonauftakt der InWiTo Racing Series fuhr das Trio lange Zeit sogar auf Podiumskurs und sicherte sich am Ende ein starkes Top-5-Ergebnis. Im Gespräch mit I.R.S. spricht der Rookie über sein erstes Rennen, die Bedeutung von Teamstrategie und seine ambitionierten Ziele für die Zukunft.
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Gabriel, du bist neu in der InWiTo Racing Series. Wie kam es dazu, dass du dich gerade jetzt für den Einstieg entschieden hast?
Gabriel Müller: Meine Teamkollegen und ich fahren mit dem BSG-Team jeden Monat Kart. Über Roland sind wir dann auf die InWiTo Racing Series aufmerksam geworden. Da die Serie immer sehr interessant beschrieben wurde, wollten wir uns selbst einmal ein Bild davon machen.
Dein erstes Rennen in der Serie hast du bereits hinter dir. Was hat dich am meisten überrascht – das Tempo, die Zweikämpfe oder die taktische Komponente eines 2,5-Stunden-Rennens?
Gabriel Müller: Vor dem Rennen war meine Aufregung extrem groß. Als ich dann aber erfahren habe, dass wir nach dem Qualifying von Platz vier starten, kam das Selbstbewusstsein schnell zurück. Am meisten überrascht hat mich am Ende tatsächlich die taktische Komponente. Für ein langes Rennen ist es unglaublich wichtig, strukturiert zu arbeiten und alles gut vorzubereiten.
Euer Team „Die Timos“ konnte beim Saisonauftakt direkt ein Top-5-Ergebnis holen. Hättest du damit gerechnet?
Gabriel Müller: Nein, überhaupt nicht. Intern sind wir eher davon ausgegangen, dass vielleicht ein Platz in den Top Ten möglich ist. Dass wir dann über weite Strecken des Rennens sogar auf Platz drei lagen, hätten wir niemals erwartet. Am Ende haben wir die Positionen leider noch verloren, aber trotzdem sind wir sehr glücklich mit unserer Leistung.
Du fährst gemeinsam mit Timo Düfelsiek und Jonathan Hirth. Wie funktioniert die Zusammenarbeit während eines so langen Teamrennens?
Gabriel Müller: Die Zusammenarbeit hat wirklich sehr gut funktioniert. Über unsere Headsets standen wir während des gesamten Rennens in Kontakt. Egal ob Informationen zu Gegnern, verbleibenden Runden oder Rennsituationen – die Kommunikation hat erstaunlich gut funktioniert.
In deiner ersten Saison gibt es viel zu lernen. In welchem Bereich siehst du aktuell den größten Verbesserungsbedarf?
Gabriel Müller: Ehrlich gesagt gibt es überall noch Verbesserungsmöglichkeiten. Wenn ich aber einen Bereich nennen müsste, dann wäre es wahrscheinlich das Überholen.
Gerade als Rookie steht man oft besonders im Fokus. Spürst du im Rennen zusätzlichen Druck, keine Fehler zu machen?
Gabriel Müller: Nein, mit Druck komme ich eigentlich ziemlich gut klar. Ich lasse mich davon nicht aus der Ruhe bringen.
Im Qualifying liegen die Fahrer oft nur wenige Zehntel auseinander. Wie bereitest du dich auf diese entscheidenden schnellen Runden vor?
Gabriel Müller: Ich schaue mir die Strecke vorher genau an und präge mir die Ideallinie ein. In den ersten Runden teste ich dann meine Bremspunkte, um mich auf schnelle Runden vorzubereiten.
Die Rennen dauern rund 2,5 Stunden. Wie stark bist du in strategische Entscheidungen wie Stintlängen oder Fahrerreihenfolge eingebunden?
Gabriel Müller: Die Strategie haben wir gemeinsam als Team entschieden. Wir wollten es so aufteilen, dass jeder ungefähr gleich viel Fahrzeit bekommt. Gleichzeitig haben wir versucht, flexibel zu bleiben, falls jemand zwischendurch eine längere Pause braucht.
Was wäre für dich persönlich ein realistisches Ziel für deine Rookie-Saison – Erfahrung sammeln oder direkt regelmäßig um Top-5-Ergebnisse kämpfen?
Gabriel Müller: Ich bin grundsätzlich jemand, der gerne nach den großen Sternen greift. Deshalb setzen wir uns als Team das Ziel, weiterhin regelmäßig in den Top fünf zu fahren.
Wenn du ein paar Jahre nach vorne schaust: Möchtest du dich langfristig als Stammfahrer etablieren oder irgendwann sogar um die Meisterschaft kämpfen?
Gabriel Müller: Natürlich wäre es mein Ziel, irgendwann um die Meisterschaft zu kämpfen. Aber zunächst möchte ich mich erst einmal als Stammfahrer in der Serie etablieren.