

InWiTo-Racing Series
"Seit 2009 auf der Rennstrecke"
Timo Düfelsiek im Saisoninterview: „Unser Ziel ist ganz klar – gewinnen!“
Platz zwölf mit 95 Punkten, jede Menge neue Erfahrungen und große Ambitionen für die Zukunft: Die erste Saison der Timos in der InWiTo Racing Series liegt hinter ihnen. Doch mit dem Erreichten gibt sich das Team längst nicht zufrieden. Im Saisoninterview blickt Timo Düfelsiek auf ein lehrreiches Debütjahr zurück, spricht über besondere Momente abseits der Strecke und erklärt, warum die Mannschaft 2027 deutlich angreifen möchte.
.jpeg)
Die erste Saison in einer neuen Meisterschaft ist immer eine besondere Herausforderung. Für Timo Düfelsiek und sein Team „Die Timos“ war das Debüt in der InWiTo Racing Series eine Mischung aus sportlichen Erfolgen, Rückschlägen und wertvollen Erfahrungen. Bereits beim Saisonauftakt in Werther ließ die Mannschaft mit einem fünften Platz im Hauptrennen aufhorchen. Im weiteren Saisonverlauf zeigte sich jedoch, wie anspruchsvoll der Langstrecken-Kartsport ist und wie entscheidend neben der reinen Geschwindigkeit auch Strategie, Kommunikation und Erfahrung sind.
Trotz Platz zwölf in der Gesamtwertung und 95 gesammelten Punkten zieht Timo ein positives Fazit. Die Saison hat das Team nicht nur sportlich weitergebracht, sondern auch den Zusammenhalt unter den Freunden gestärkt. Gleichzeitig ist allen bewusst, dass noch einiges an Potenzial vorhanden ist. Im Interview spricht Timo über die wichtigsten Erkenntnisse des Jahres, die besondere Gemeinschaft innerhalb der Serie und ein klares Ziel für die kommende Saison: gewinnen!
InWiTo Racing Series: Timo, eure erste Saison in der InWiTo Racing Series liegt hinter euch. Mit welchen Erwartungen seid ihr gestartet, und wie fällt dein persönliches Fazit aus?
Timo Düfelsiek: Wir sind definitiv ziemlich unwissend gestartet und hatten auch einen ganz anderen Teamgeist. Die Saison hat uns als Freunde noch enger zusammengeschweißt und uns in vielen Bereichen einiges gelehrt. Gerade im Racing haben wir uns bei Ehrgeiz, Abstimmung und Taktik weiterentwickelt. Trotzdem sehe ich noch sehr viel Potenzial nach oben. Ehrlich gesagt gibt es nach dieser Saison sogar mehr Dinge, die wir verbessern müssen, als ich ursprünglich gedacht hätte.
InWiTo Racing Series: Als neues Team seid ihr auf einige erfahrene Mannschaften getroffen. Wie habt ihr euch in der Meisterschaft zurechtgefunden, und wann hattet ihr das Gefühl, wirklich angekommen zu sein?
Timo Düfelsiek: Nach dem ersten Rennen haben wir uns natürlich direkt angekommen gefühlt. Alle sind unfassbar nett und hilfsbereit, und es gab nie Streitigkeiten oder Probleme mit den anderen Teams. Da muss man einfach alle rund um die Serie loben.
Nach dem ersten Rennen dachten wir natürlich, dass wir mit den erfahrenen Teams gut mithalten können. Doch nach und nach wurden wir wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Uns fehlt noch einiges an Erfahrung. Aber wir werden über den Winter intensiv daran arbeiten und versuchen, im nächsten Jahr stärker zurückzukommen.
InWiTo Racing Series: Welches Rennen oder welcher Moment ist dir aus eurer Debütsaison besonders in Erinnerung geblieben?
Timo Düfelsiek: Da muss ich gar nicht lange überlegen: Mit Abstand das Rennen und die Vorbereitung in Kerpen! Am Abend zuvor haben wir noch eine Runde auf der Bahn gedreht, um Gabriel zu zeigen, was wir im Training gelernt hatten. Anschließend wurde gegrillt und das eine oder andere Bierchen getrunken. Am nächsten Tag sind wir dann bei bestem Wetter unser Rennen gefahren.
Auch wenn wir sportlich kein gutes Ergebnis erzielt haben und deshalb enttäuscht waren, hatten wir trotzdem eine richtig schöne Zeit zusammen. Und das ist ja wohl das Wichtigste!
InWiTo Racing Series: Beim Saisonauftakt in Werther habt ihr mit Platz fünf im Hauptrennen direkt ein starkes Ergebnis eingefahren. War das für euch ein Zeichen, dass ihr mit den etablierten Teams mithalten könnt?
Timo Düfelsiek: Das hatten wir zumindest gehofft! Das Treppchen war uns in den letzten Minuten ja sogar noch greifbar nah. Auch in den Rennen danach haben wir uns immer wieder mit den vorderen Teams duelliert. Am Ende kam allerdings jedes Mal irgendetwas dazwischen, das uns wieder nach hinten geworfen hat.
Ich denke schon, dass wir weiterhin das Zeug dazu haben, vorne mitzufahren. Wir müssen einfach alles aufarbeiten, was in diesem Jahr nicht gut gelaufen ist, und unsere Lehren daraus ziehen.
InWiTo Racing Series: Im Langstreckensport kommt es nicht allein auf die Geschwindigkeit an. Kommunikation, Strategie, Fahrerwechsel und gegenseitiges Vertrauen spielen eine entscheidende Rolle. Wie hat sich eure Zusammenarbeit im Laufe der Saison entwickelt?
Timo Düfelsiek: Unser Zusammenhalt ist eigentlich schon ziemlich ausgereizt. Jeder vertraut dem anderen, und keiner ist sauer, wenn einem von uns mal ein Fehler passiert. Wir waren schon vor der Saison sehr gut miteinander, aber das ist jetzt sogar noch besser geworden.
Am meisten haben wir uns bei der Absprache weiterentwickelt. Im Vergleich zum Saisonauftakt hat sich da einiges verändert. Wir kommunizieren besser miteinander und wissen immer mehr, worauf es als Mannschaft ankommt.
InWiTo Racing Series: Die InWiTo Racing Series steht neben dem sportlichen Wettbewerb auch für Gemeinschaft und Fairness. Wie hast du die Atmosphäre im Fahrerlager erlebt?
Timo Düfelsiek: Die Atmosphäre ist eigentlich immer gut. Man merkt einfach, dass Motorsport verbindet.
Für mich ist das gesamte Paket eine positive Erinnerung. Man kommt nicht nur zum Fahren zusammen, sondern trifft sich auch abseits der Strecke. Ich war beispielsweise in Essen, um einfach mal wieder die anderen zu sehen, mich mit ihnen zu unterhalten und sich gegenseitig vielleicht sogar Tipps für die Rennen zu geben.
Genau das macht die Gemeinschaft für mich aus. Es geht nicht ausschließlich um Punkte und Platzierungen, sondern auch um die Menschen, die man durch den Motorsport kennenlernt.
InWiTo Racing Series: Was macht für dich den besonderen Reiz der Meisterschaft aus? Was hat dich bei deiner ersten Saison besonders überrascht?
Timo Düfelsiek: Wenn ich jemandem erklären müsste, was den besonderen Reiz ausmacht, würde ich sagen, dass in diesen 2,5 Stunden Renndistanz viel mehr passiert, als man zunächst denkt. Auf drei Fahrer aufgeteilt klingt das vielleicht gar nicht so lang. Trotzdem ist es immer wieder erstaunlich, wie sich manche Situationen im Rennen drehen und wenden können.
Am meisten überrascht hat mich, wie viel man mit den richtigen Strategien erreichen kann. Hier geht es eben nicht nur darum, sich ins Kart zu setzen und loszufahren, wie man es vielleicht von Sprintrennen kennt. In der InWiTo Racing Series spielen ganz andere Faktoren eine wichtige Rolle. Genau das macht den Langstreckensport für mich so interessant.
InWiTo Racing Series: Ihr habt eure erste Saison mit Platz zwölf und 95 Punkten abgeschlossen. Was nehmt ihr aus diesem Jahr mit, und woran wollt ihr künftig arbeiten?
Timo Düfelsiek: Wir wollen künftig vor allem mehr Wert auf strategische Dinge legen. Vielleicht sollte man auch beim Equipment nicht an der falschen Stelle sparen, beispielsweise beim Gewicht.
Ich denke, es gibt noch einiges, in dem wir uns weiterentwickeln müssen. Deshalb werden wir uns nach der Saison noch einmal als Team zusammensetzen und alles gemeinsam reflektieren. Wir wollen ehrlich analysieren, was gut funktioniert hat, wo wir Fehler gemacht haben und was wir künftig besser machen können.
Nur wenn wir aus unseren Erfahrungen lernen, können wir im nächsten Jahr den nächsten Schritt machen.
InWiTo Racing Series: Nach der Saison ist vor der Saison. Welche Ziele habt ihr euch für das nächste Rennjahr gesetzt?
Timo Düfelsiek: Wir haben ein ganz klares Ziel für die nächste Saison, und das haben wir eigentlich schon seit dem ersten Tag: Gewinnen!
Wir werden uns in der Gesamtplatzierung auf jeden Fall verbessern. Allein deshalb, weil uns in diesem Jahr ein Rennen in der Wertung komplett gefehlt hat, steht das für uns außer Frage. Natürlich wollen wir uns auch den einen oder anderen Pokal ins Zimmer stellen.
Für die Timos bedeutet das allerdings, dass wir mindestens doppelt so hart arbeiten müssen wie die elf Teams, die vor uns stehen. Wir wissen, dass wir uns steigern müssen, und genau das wollen wir angehen. Wir möchten nicht einfach nur dabei sein, sondern sportlich einen Schritt nach vorne machen und um bessere Platzierungen kämpfen.
InWiTo Racing Series: Zum Abschluss ein Blick in die Zukunft: Was wünschst du dir für die weitere Entwicklung der InWiTo Racing Series? Kannst du dir vorstellen, mit den Timos langfristig Teil dieser Gemeinschaft zu bleiben? Und was möchtest du den Organisatoren und den anderen Teams mit auf den Weg geben?
Timo Düfelsiek: Ich finde die InWiTo Racing Series in allen Bereichen wirklich gut und habe selbst keine Verbesserungsvorschläge für die Organisatoren. Die Probleme, die mich organisatorisch gestört haben, lagen eher bei einzelnen Abläufen mit dem Streckenpersonal. Beispielsweise wurde uns einmal der Transponder aus der Hand genommen, ohne dass er anschließend richtig angebracht wurde, oder es standen Mitarbeiter im Weg der Boxeneinfahrt. Solche Situationen haben mich schon genervt.
Aber egal – Kopf hoch, und nächstes Jahr wird es besser! Wahrscheinlich werdet ihr die Timos so schnell nicht mehr los. Mal schauen, was die Zukunft noch bringt.
Was ich allen rund um die InWiTo mitgeben möchte, ist ganz einfach: Vergesst nicht, dass der Spaß bei so etwas immer im Mittelpunkt stehen sollte.