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Die Timos überraschen in ihrer Debütsaison: „Erst wenn wir Saisonerster sind, haben wir unser Ziel erreicht“
Mit Platz sechs nach zwei Rennen gehören „Die Timos“ zu den positiven Überraschungen der laufenden Saison der InWiTo Racing Series. Das neu gegründete Team konnte bereits beim Auftakt in Werther und zuletzt auf der traditionsreichen Strecke in Kerpen überzeugen. Im Interview spricht Teamchef und Fahrer Timo Düfelsiek über die bisherigen Erfolge, die Herausforderungen der Saison und die ambitionierten Ziele für die Zukunft.
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I.R.S.:
Timo, ihr seid mit „Die Timos“ in eurer Debütsaison direkt stark gestartet und liegt nach dem zweiten Rennen auf Platz sechs der Meisterschaft. Hättest du vor Saisonbeginn damit gerechnet, dass ihr euch sofort im Vorderfeld etablieren könnt?

Timo Düfelsiek:
Nein, niemals. Unser Ziel war es, hauptsächlich in den Top 10 zu bleiben. Dass wir jetzt aber um die Top 5 oder vielleicht sogar um das Podium kämpfen, hätte ich nicht erwartet.


I.R.S.:
Die InWiTo Racing Series gilt als Amateur-Kartliga, in der Teamarbeit, Strategie und Konstanz besonders wichtig sind. Was hat euch dazu bewogen, als Team „Die Timos“ in die Meisterschaft einzusteigen, und welche Ziele hattet ihr euch vor dem Saisonstart gesetzt?

Timo Düfelsiek:
Wir hatten auf jeden Fall Lust darauf, Strategien zu erlernen und unsere Teamarbeit weiter zu verbessern. Wir kennen uns schon länger, weshalb klar war, dass wir gut als Team agieren können. Unser Ziel war es, sauber und fair durch die Saison zu kommen und nicht zu denen zu gehören, die unsportlich fahren. Dieses Ziel hat sich mittlerweile aber deutlich erweitert.


I.R.S.:
Beim Saisonauftakt auf der Indoor-Kartbahn in Werther habt ihr bereits im Qualifying mit Platz vier ein Ausrufezeichen gesetzt. Was war aus deiner Sicht der Schlüssel zu dieser starken Leistung?

Timo Düfelsiek:
Definitiv die Tatsache, dass wir die Strecke alle seit unserer Kindheit kennen. Und natürlich der Hype auf die Saison und die Motivation, einfach alles zu geben, was wir können.


I.R.S.:
Vor wenigen Tagen stand das zweite Saisonrennen auf dem traditionsreichen Outdoor-Kurs des Michael Schumacher Kart- und Event-Centers in Kerpen auf dem Programm. Wie hast du die Strecke erlebt und welche besonderen Herausforderungen bringt die Bahn im Vergleich zu Werther mit sich?

Timo Düfelsiek:
Auf jeden Fall ist sie körperlich anstrengender als Werther. Dazu kommt, dass Dinge wie Außentemperatur und das Wetter allgemein auf einer Outdoor-Strecke eine deutlich größere Rolle spielen.

Die Strecke selbst hat unglaublich viel Spaß gemacht. Ich liebe einfach die Curbs, die schnellen Kurven und allgemein das Feeling einer Outdoor-Strecke.


I.R.S.:
Kerpen gilt als eine der bekanntesten Kartstrecken Deutschlands und ist eng mit dem Namen Michael Schumacher verbunden. Spürt man als Fahrer dort eine besondere Atmosphäre oder Motivation, wenn man auf einer solchen Anlage an den Start geht?

Timo Düfelsiek:
Definitiv! Der Vibe war noch einmal ein ganz anderer. Alles wirkte deutlich ernster und professioneller. Vor allem, weil es sich für uns wie ein kleines Rennwochenende angefühlt hat, da wir dort übernachtet haben.


I.R.S.:
Wenn du auf das Rennen in Kerpen zurückblickst: Mit welchem Teil eurer Leistung seid ihr besonders zufrieden und wo habt ihr noch Potenzial erkannt, um in den kommenden Läufen weitere Plätze gutzumachen?

Timo Düfelsiek:
Wenn ich ehrlich bin, ist das Beste, was mir wieder aufgefallen ist, wie schnell wir neue Strecken lernen können. Natürlich hatten Johnny und ich vorher schon trainiert, dennoch ging das Lernen der Strecke sehr schnell, wobei uns der Simulator natürlich ebenfalls geholfen hat.

Gabriel war zuvor noch gar nicht auf der Strecke, hat sie aber ebenfalls sehr schnell verstanden, weshalb wir ihn auch den Start fahren lassen haben.

Potenzial sehe ich allerdings noch in vielen Bereichen. Strategie steht dabei ganz oben, weil wir teilweise über längere Zeit 56er-Runden gefahren sind, was einfach nicht passieren darf. Auch bei der Teamarbeit lässt sich in der Kommunikation noch einiges verbessern. Von falschen Calls bis hin zu Funkproblemen war alles dabei. Wir werden uns auf jeden Fall noch einmal zusammensetzen, alles genau analysieren und entsprechende Verbesserungen vornehmen.


I.R.S.:
Die Saison führt euch nun noch nach Emsbüren und zum Finale auf die Daytona Kartbahn in Essen. Welche dieser beiden Strecken liegt eurem Team auf dem Papier eher und auf welches Rennen freust du dich persönlich am meisten?

Timo Düfelsiek:
Ich freue mich natürlich am meisten auf die Outdoor-Strecke. Keine der beiden Bahnen kennen wir bisher, weshalb wir auf jeden Fall wieder versuchen werden, im Simulator zu trainieren und uns die Strecken vor Ort anzuschauen und zu fahren.


I.R.S.:
In der Meisterschaft treten viele etablierte Teams wie Phoenix RT, Höcker Racing Team oder JPGDesign3D an. Was konntet ihr als Neueinsteiger bisher von diesen erfahrenen Teams lernen?

Timo Düfelsiek:
Auf jeden Fall eine Menge. Alle Fahrer sind sehr nett und geben uns viele Tipps zur Gewichtsverteilung, Ideallinie und weiteren wichtigen Themen. Wir sind sehr dankbar, dass wir so gut aufgenommen wurden und so viel lernen dürfen.

Mir persönlich haben vor allem die Tipps zur Gewichtsverteilung geholfen. Deshalb habe ich mir für Kerpen und die kommenden Rennen auch eine Gewichtsweste zugelegt.

 

I.R.S.:
Wie gefällt dir die InWiTo Racing Series bisher insgesamt? Gibt es Dinge bei Organisation, Atmosphäre oder sportlichem Wettbewerb, die dich besonders positiv überrascht haben?

Timo Düfelsiek:
Mir gefällt die InWiTo Racing Series wirklich sehr gut. Es gibt nichts, was ich beanstanden könnte – alles ist top organisiert. Am meisten gefällt mir, dass dort jeder mit einem Lächeln im Gesicht unterwegs ist und sichtbar Spaß an seiner Aufgabe hat.


I.R.S.:
Abschließend ein Blick in die Zukunft: Wo siehst du „Die Timos“ und dich persönlich in der InWiTo Racing Series in den nächsten Jahren? Geht es langfristig um Rennsiege und Meisterschaften oder steht für euch vor allem der Spaß am gemeinsamen Motorsport im Vordergrund?

Timo Düfelsiek:
Spaß ist natürlich wichtig, aber mir persönlich sind Siege noch wichtiger. Wir lernen aus jedem Rennen und kommen immer stärker zurück. Erst wenn wir die Meisterschaft gewonnen haben, haben wir unser Ziel erreicht. Bis dahin werden wir aus jedem Fehler lernen und uns stetig verbessern.

Ich hoffe – und ich glaube, da kann ich auch für das gesamte Team sprechen –, dass wir noch lange Teil der InWiTo Racing Series bleiben werden.


Fazit:
Mit Platz sechs in der Gesamtwertung und einer steilen Lernkurve haben „Die Timos“ bereits in ihrer ersten Saison bewiesen, dass sie mehr sind als nur ein weiteres Neueinsteiger-Team. Die Mischung aus Teamgeist, Ehrgeiz und der Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen, macht die Mannschaft zu einem spannenden Kandidaten für die verbleibenden Saisonrennen. Eines ist nach den Aussagen von Timo Düfelsiek jedenfalls klar: Die Ziele des Teams reichen inzwischen weit über die ursprünglich angepeilten Top-10-Platzierungen hinaus.

© 2014 by InWiTo-Racing-Series

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