

InWiTo-Racing Series
"Seit 2009 auf der Rennstrecke"
CMT Motorsport zieht Bilanz: Ein Schritt nach vorne und die Hoffnung auf ein Wiedersehen 2028
Nach der ersten Saison in der InWiTo Racing Series blickt CMT Motorsport auf sportliche Fortschritte, wichtige Erfahrungen und eine besondere Herausforderung zurück. 2027 wird das Team zunächst pausieren. Eine Rückkehr im Jahr 2028 ist allerdings noch nicht ausgeschlossen. Im Interview spricht ein Fahrer über die Entwicklung auf der Strecke, die Atmosphäre im Fahrerlager und die Gründe für die vorübergehende Auszeit.

Die Saison 2026 war für CMT Motorsport eine Zeit des Lernens und der Weiterentwicklung. Gerade auf der Rennbahn in Kerpen zeigte sich das Team stärker als erwartet und konnte unter Beweis stellen, dass durchaus Potenzial vorhanden ist. Der erhoffte sportliche Fortschritt wurde allerdings immer wieder durch Zeitstrafen getrübt. In jedem Rennen schlichen sich Situationen ein, in denen das Verhalten nicht regelkonform war und die letztlich entsprechende Konsequenzen nach sich zogen.
Für den nächsten Entwicklungsschritt sieht der Fahrer vor allem bei den Rundenzeiten Verbesserungsbedarf. Während das Team auf Outdoorbahnen durchaus Chancen sieht, sich im Mittelfeld zu etablieren, fällt die Einschätzung für Indoorstrecken zurückhaltender aus. Das Rennen in Essen habe deutlich gemacht, dass dort aktuell noch das nötige Tempo fehle, um mit den Teams im Mittelfeld mitzuhalten. Die eigene Leistung weiter zu steigern und konstanter schnelle Rundenzeiten zu erreichen, bleibt daher eine zentrale Aufgabe.
Erfahrungen sammeln – auch abseits der Rennstrecke
Neben den sportlichen Erkenntnissen bot die erste Saison auch Gelegenheit, die InWiTo Racing Series als Gemeinschaft kennenzulernen. Besonders die Interaktionen zwischen den verschiedenen Teams sind dem Fahrer dabei positiv aufgefallen. Gleichzeitig räumt er selbstkritisch ein, dass CMT Motorsport bislang nur begrenzt am Austausch im Fahrerlager teilgenommen hat.
„Wir hatten nur Kontakt zu ein paar anderen Teams. Unser Fehler“, lautet seine ehrliche Einschätzung.
Damit spricht er einen Aspekt an, der über die reine Meisterschaftswertung hinausgeht: Die InWiTo lebt nicht nur von den Rennen, sondern auch vom Miteinander, dem Austausch zwischen den Teilnehmern und der gemeinsamen Begeisterung für den Kartsport. Für CMT Motorsport bleibt hier die Erkenntnis, dass eine stärkere Integration in die Gemeinschaft die Saison zusätzlich bereichern kann.
Professionelle Organisation als Stärke der Serie
Besonders positiv fällt das Fazit zur Organisation der InWiTo Racing Series aus. Der Fahrer hebt hervor, dass die Veranstaltungen trotz des Amateurcharakters der Teilnehmer professionell durchgeführt werden. Regeln würden konsequent umgesetzt, die Abläufe entsprächen dem vorgesehenen Zeitplan und die Rennbahnen seien gut vorbereitet.
Konkrete Verbesserungsvorschläge seien ihm im Laufe der Saison kaum eingefallen. Einen möglichen Ansatz sieht er allerdings beim Thema Überholmanöver. Hier könne er sich vorstellen, über entsprechende Regelungen nachzudenken, um das Geschehen auf der Strecke weiter zu gestalten.
Insgesamt überwiegt jedoch der positive Eindruck einer gut organisierten Rennserie, die ambitionierten Hobbyfahrern einen strukturierten Rahmen für den Wettbewerb bietet.
Warum CMT Motorsport 2027 pausiert
Dass CMT Motorsport 2027 nicht an der InWiTo Racing Series teilnehmen wird, hat unterschiedliche persönliche Gründe. Eine gemeinsame Entscheidung, die nicht auf mangelnden Spaß am Rennsport zurückzuführen ist, sondern vielmehr mit den individuellen Lebensumständen der Fahrer zusammenhängt.
Bei Max Heinemann ist derzeit noch offen, wie sich Studium und Beruf im kommenden Jahr entwickeln werden. Für den interviewten Fahrer stellen vor allem die langen Anreisen zu den einzelnen Veranstaltungen eine Herausforderung dar. Calvin wollte das Team unter diesen Voraussetzungen nicht mit einer veränderten Fahrerbesetzung neu aufstellen.
Damit endet zunächst ein gemeinsames Kapitel, das allen Beteiligten wichtige Erfahrungen und viele Eindrücke beschert hat. Die Pause ist dabei vor allem eine organisatorische und persönliche Entscheidung – kein endgültiger Abschied von der Serie.
Rückkehr 2028? Die Chancen stehen bei 50:50
Ganz abgeschlossen ist das Kapitel InWiTo für CMT Motorsport ohnehin nicht. Auf die Frage nach einer möglichen Rückkehr im Jahr 2028 fällt die Einschätzung offen aus: Die Chancen stünden bei etwa 50:50.
Damit es zu einem Comeback kommt, müssten mehrere Faktoren zusammenpassen. Der Fahrer müsste ausreichend Zeit für die Veranstaltungen haben, Max sollte weiterhin in der Region wohnen und auch Calvin müsste wieder Lust auf eine gemeinsame Saison mitbringen.
Dass die grundsätzliche Begeisterung vorhanden ist, steht für den Fahrer außer Frage. Die Rennen der InWiTo Racing Series hätten immer viel Spaß gemacht. Entsprechend groß wäre die Freude, 2028 wieder gemeinsam mit Max und Calvin in der Startaufstellung zu stehen und sich mit den anderen Teams zu messen.
Ein vorläufiger Abschied mit positiven Erinnerungen
CMT Motorsport nimmt aus der Saison 2026 sowohl sportliche Erkenntnisse als auch persönliche Erfahrungen mit. Das Team hat gezeigt, dass auf Outdoorstrecken Potenzial für das Mittelfeld vorhanden ist. Gleichzeitig haben die Zeitstrafen und die noch ausbaufähigen Rundenzeiten verdeutlicht, an welchen Stellschrauben künftig gearbeitet werden muss.
Auch die professionelle Organisation der InWiTo Racing Series hat einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen. Dass CMT Motorsport im kommenden Jahr zunächst pausiert, ändert daran nichts. Vielmehr bleibt die Tür für eine Rückkehr offen.
Vielleicht sehen wir CMT Motorsport also 2028 wieder im Fahrerlager der InWiTo Racing Series. Die Voraussetzungen müssen stimmen – die Freude am gemeinsamen Rennsport ist jedenfalls geblieben.