

InWiTo-Racing Series
"Die Amateur Freizeit Kartliga"
Adrian Wolf: „Wir haben als Team schnell zusammengefunden.“
Mit der Saison 2026 hat Adrian Wolf ein neues Kapitel in der InWiTo Racing Series aufgeschlagen. Nach seinem Wechsel zu Apex Racing gelang die Eingewöhnung schneller als erwartet – und auch sportlich zeigt die Formkurve nach oben. Im Interview spricht Adrian über seinen Teamwechsel, den starken Auftritt in Kerpen und die Ziele für die zweite Saisonhälfte.

I.R.S.: Adrian, du bist zur Saison 2026 zu Apex Racing gewechselt. Wie kam der Kontakt zustande und was waren die ausschlaggebenden Gründe für deinen Wechsel zum Team?
Adrian Wolf: Apex Racing war zuvor als SMR Racing unterwegs und mein Bruder ist dort schon immer gefahren. Nachdem seine beiden Teamkollegen aufgehört hatten, hat sich der Wechsel für mich einfach angeboten.
I.R.S.: Ein neues Team bedeutet oft neue Abläufe, neue Teamkollegen und eine andere Arbeitsweise. Wie hast du die ersten Wochen bei Apex Racing erlebt und wie schnell konntest du dich eingewöhnen?
Adrian Wolf: Die Eingewöhnung ist mir wirklich sehr leicht gefallen. Unser drittes Teammitglied Mika habe ich erst beim Rennen in Kerpen kennengelernt. Ich konnte ihm unsere Abläufe direkt zeigen und er hat sich sofort hervorragend ins Team integriert.
I.R.S.: Die InWiTo Racing Series gilt als eine der ausgeglichensten Amateur-Kartserien Deutschlands. Was waren deine persönlichen Erwartungen vor dem Saisonstart und haben sie sich bisher erfüllt?
Adrian Wolf: Unser Ziel war von Anfang an eine Platzierung in den Top 10 der Gesamtwertung. Durch das starke Rennen in Kerpen konnten wir viele Punkte sammeln. Mit dem aktuellen siebten Platz sind wir deshalb mehr als zufrieden.
I.R.S.: Das Auftaktrennen in Werther verlief für Apex Racing mit Platz 12 in der Tageswertung eher durchwachsen. Wie hast du das Rennen erlebt und welche Erkenntnisse konntet ihr aus dem ersten Saisonlauf mitnehmen?
Adrian Wolf: Nach dem Rennen waren wir schon etwas enttäuscht. Nach einem guten Qualifying mit Platz fünf hatten wir im Rennen leider etwas Pech mit den Karts. Durch ein bis zwei zusätzliche Kartwechsel haben wir außerdem unnötig Zeit verloren. Genau daran wollen wir in Zukunft arbeiten.
I.R.S.: Beim zweiten Saisonrennen in Kerpen zeigte Apex Racing eine starke Leistungssteigerung und sicherte sich sogar die Pole Position im Qualifying. Was war aus deiner Sicht der Schlüssel zu dieser deutlichen Entwicklung?
Adrian Wolf: Zum einen hatten wir mit Noel als Ersatzfahrer natürlich einen richtig starken Mann im Team. Er hat für uns die Pole Position herausgefahren. Im Rennen selbst konnten wir dann konstant gute Rundenzeiten fahren und den Anschluss an die Spitzengruppe halten. Das war der Schlüssel zu unserem guten Ergebnis.
I.R.S.: In einer Langstreckenserie spielt die Zusammenarbeit aller Fahrer eine entscheidende Rolle. Wie funktioniert die Abstimmung innerhalb eures Fahrertrios und welche Stärken bringen die einzelnen Fahrer ins Team ein?
Adrian Wolf: Ich bringe durch meine bisherigen InWiTo-Jahre einiges an Erfahrung mit, aber auch Simon hat bereits viele Rennen bestritten. Gemeinsam versuchen wir in jeder Situation die beste Lösung zu finden und Mika bestmöglich zu unterstützen. Insgesamt haben wir einen richtig guten Zusammenhalt und vor allem jede Menge Spaß miteinander.
I.R.S.: Im Laufe einer Saison kommt es immer wieder vor, dass Ersatzfahrer einspringen müssen. Welche Erfahrungen habt ihr in diesem Bereich gemacht und wie wichtig ist es, auch mit einem Ersatzfahrer sofort funktionieren zu können?
Adrian Wolf: In Kerpen haben wir damit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Noel hat sich sofort perfekt ins Team eingefügt. Grundsätzlich versuchen wir aber natürlich, bei jedem Rennen in Stammbesetzung an den Start zu gehen.
I.R.S.: Nach zwei Saisonrennen liegt Apex Racing aktuell im Mittelfeld der Meisterschaft. Seid ihr mit diesem Zwischenstand zufrieden oder hattet ihr euch mehr ausgerechnet?
Adrian Wolf: Mit Platz sieben sind wir aktuell sehr zufrieden. Alles, was am Saisonende innerhalb der Top 10 liegt, wäre für uns ein richtig gutes Ergebnis.
I.R.S.: Die Konkurrenz in der InWiTo Racing Series scheint 2026 enger zusammengerückt zu sein als je zuvor. Hat dich die Stärke bestimmter Teams oder Fahrer überrascht und wen siehst du aktuell als größten Titelkandidaten?
Adrian Wolf: Für mich sind Phoenix Racing und JP Design Motorsport ganz klare Favoriten auf den Titel. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass gerade die Top 5 noch einmal deutlich enger zusammengerückt sind. Das hat man besonders beim Rennen in Kerpen gesehen.
I.R.S.: Mit Emsbüren und dem Finale in Essen stehen noch zwei sehr unterschiedliche Strecken auf dem Kalender. Wie bewertest du den diesjährigen Saisonkalender und welches Ziel hast du persönlich für die verbleibenden Rennen der Saison 2026?
Adrian Wolf: Besonders Kerpen hat mir richtig gut gefallen. Ich freue mich aber vor allem auf das zweite Outdoor-Rennen in Emsbüren, weil dort noch einmal ein ganz besonderes Renngefühl aufkommt. Auch in Essen durfte ich bereits einmal fahren und hatte dort viel Spaß. Deshalb freue ich mich auf die zweite Saisonhälfte sogar noch mehr als auf die erste.