top of page
Ralf Eiwell: „Weil wir das Ding gewonnen haben.“
Seit Jahren zählt Höcker Racing zu den Topteams der InWiTo Racing Series. Nach einer denkbar knapp verpassten Meisterschaft geht die Mannschaft auch 2026 wieder mit großen Ambitionen an den Start. Im Interview spricht Ralf Eiwell über Titelträume, den besonderen Teamgeist bei Höcker Racing, die Lehren aus Rückschlägen und darüber, warum die InWiTo Racing Series für ihn weit mehr ist als nur Motorsport.
WhatsApp Image 2026-06-13 at 20.20.22 (5).jpeg

I.R.S.: Ralf, wenn man auf Höcker Racing blickt, sieht man ein Team, das seit Jahren zu den stärksten Mannschaften der InWiTo Racing Series gehört. Spürst du persönlich vor einer Saison wie dieser zusätzlichen Druck, wenn viele euch als Titelkandidaten sehen?

Ralf Eiwell: Druck ist es nicht wirklich. Wir haben selbst den Anspruch, vorne mitzufahren. Ich würde eher sagen, es ist Vorfreude auf die Saison und dieses Brennen, dass es endlich losgeht.

I.R.S.: Die vergangene Saison endete denkbar knapp ohne Meistertitel. War das für dich nach dem Finale eher eine Motivation für die neue Saison oder hat dich das damals noch lange beschäftigt?

Ralf Eiwell: Ganz klar Motivation. In Hagen hatten wir riesiges Pech mit einem Kartausfall, der uns in Führung liegend auf Platz elf zurückgeworfen hat. Dass wir am Ende noch Sechster geworden sind, war reine Schadensbegrenzung. Solche Erfahrungen machen einen nur hungriger.

I.R.S.: Was macht für dich die Zusammenarbeit mit Tim und Thorsten Gössling so besonders? Gibt es etwas, das euer Team von anderen Mannschaften unterscheidet?

Ralf Eiwell: Klar – wir haben mit Jörn Höcker den besten Teamchef der Welt, auch wenn er aus gesundheitlichen Gründen zuletzt leider nur selten bei den InWiTo-Rennen dabei sein konnte. Wir fahren seit 2010 in unveränderter Besetzung zusammen. Wir sind einfach eine lustige Truppe, bei uns gibt es immer etwas zu lachen, und beim Feiern sind wir sowieso ganz weit vorne. Mit Tim ist seit ein paar Jahren außerdem „The Next Generation“ dabei. Diese Geschichte unterscheidet uns von fast allen anderen Teams.

I.R.S.: Wenn du auf die bisherigen Rennen dieser Saison zurückblickst: Worauf bist du persönlich am meisten stolz und wo sagst du selbst, da ist noch Luft nach oben?

Ralf Eiwell: Am ersten Rennen in Werther konnte ich leider nicht teilnehmen, deshalb kann ich eigentlich nur über Kerpen sprechen. Dort haben wir uns das Rennen über die Boxenstopps selbst kaputtgemacht. Das war natürlich extrem ärgerlich, aber so ein Fehler wird uns kein zweites Mal passieren. Wie Niki Lauda sinngemäß gesagt hat: Aus Fehlern lernt man – und wenn man die richtigen Schlüsse daraus zieht, machen sie einen stärker.

I.R.S.: Viele Zuschauer sehen Höcker Racing als ein Team, das oft mehr Potenzial hat, als es aktuell zeigen kann. Hast du manchmal selbst das Gefühl, dass ihr noch nicht alles auf die Strecke gebracht habt?

Ralf Eiwell: Die Leistungsdichte in der InWiTo ist mittlerweile enorm. Die Teams, mit denen wir uns messen, sind alle extrem stark. Da entscheiden oft Kleinigkeiten – und ja, ich glaube schon, dass wir unser gesamtes Potenzial bisher noch nicht ausgeschöpft haben.

I.R.S.: Du bist mittlerweile schon länger Teil der InWiTo Racing Series. Erinnerst du dich noch an dein erstes Rennen in der Serie und wie sehr unterscheidet sich dein Gefühl heute von damals?

Ralf Eiwell: Da muss ich tatsächlich etwas überlegen. Im ersten Rennen lief ziemlich viel schief, das war für uns vor allem eine Standortbestimmung. Danach haben wir uns aber kontinuierlich gesteigert. Heute macht es natürlich besonders viel Spaß, vorne mitzufahren und sich mit den besten Teams zu messen.

I.R.S.: Was ist für dich persönlich der wichtigste Grund, warum du Jahr für Jahr wieder in der InWiTo Racing Series an den Start gehst?

Ralf Eiwell: Ganz klar die Atmosphäre und die Menschen. Man kennt sich mittlerweile, respektiert sich und hat mit den anderen Teams immer etwas zu erzählen. Und natürlich das Orga-Team: immer offen für Fragen und dabei stets gut gelaunt. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an das gesamte Organisationsteam!

I.R.S.: Die Serie hat sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt. Welche Veränderung ist dir dabei besonders positiv aufgefallen und gibt es auch Dinge, die du von früher ein wenig vermisst?

Ralf Eiwell: Ehrlich gesagt vermisse ich nichts. Aus meiner Sicht waren alle Veränderungen positiv und sorgen dafür, dass die Saison noch spannender geworden ist.

I.R.S.: Wie würdest du die Atmosphäre innerhalb der InWiTo Racing Series beschreiben? Eher harte Konkurrenz oder doch eine Gemeinschaft, in der sich alle gegenseitig respektieren und unterstützen?

Ralf Eiwell: Für mich ist die InWiTo eine große Gemeinschaft. Man begegnet sich mit Respekt, hilft sich gegenseitig – und trotzdem gibt es die gesunde Rivalität, die den Sport ausmacht.

I.R.S.: Stell dir vor, wir führen dieses Interview noch einmal direkt nach dem Saisonfinale. Welche Antwort würdest du dann gerne auf die Frage geben: „Warum war 2026 für Ralf Eiwell und Höcker Racing eine erfolgreiche Saison?“

Ralf Eiwell: Weil wir das Ding gewonnen haben.

© 2014 by InWiTo-Racing-Series

bottom of page