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Interview: Max Heinemann – „Unser Ziel für die Saison sind die Top 10“

Mit CMT Motorsport ist in dieser Saison ein neues Team in der InWiTo Racing Series an den Start gegangen. Fahrer Max Heinemann spricht über seinen Weg in den Kartsport, die Gründung des Teams und die Herausforderungen einer Rookie-Saison.

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„Max, wie bist du zum Kartsport und schließlich zur InWiTo Racing Series gekommen, und was hat dich motiviert, für das Rookie-Team CMT Motorsport zu starten?“

Max Heinemann: Über mehrere Jahre war ich immer mal wieder in unregelmäßigen Abständen mit Freunden auf unserer Heimstrecke in Dortmund-Barop unterwegs. Irgendwann hat mich dann aber der Ehrgeiz gepackt, meine Rundenzeiten wirklich nachhaltig zu verbessern, und dadurch wurden die Abstände zwischen den Besuchen deutlich regelmäßiger.

Letztendlich hat mich dann ein Freund aus dem Team Wild Boys Lünen auf die InWiTo Racing Series aufmerksam gemacht. Daraufhin habe ich mich auf die Suche nach Mitstreitern für ein eigenes Team gemacht und so ist schließlich CMT Motorsport zusammen mit meinen Kollegen Calvin und Tim entstanden.

 

„CMT Motorsport ist neu in der Serie. Wie hat sich das Team auf seine erste Saison vorbereitet und wie läuft die Zusammenarbeit zwischen dir, Calvin Gerlach und Tim Böckmann?“

Max Heinemann: Wir haben uns im Vorfeld natürlich Gedanken über verschiedene Aspekte gemacht – von Kleidung über Kommunikation im Rennen bis hin zum Fahren selbst. Übungsrunden haben wir auf unserer Heimstrecke gedreht und ich habe mich auch öfter an iRacing gesetzt.

Für die Kommunikation hatten wir beim ersten Rennen noch keine Lösung parat, was sich aber wahrscheinlich zum nächsten Rennen ändern wird.

 

„Das Rennformat mit Qualifying und einem 2:30-Stunden-Rennen verlangt viel Strategie und Konstanz. Welche Rolle übernimmst du dabei im Team?“

Max Heinemann: Direkt nachdem die Boxenstopp-Pläne für das Rennen veröffentlicht wurden, habe ich mich drangemacht zu schauen, wie wir Qualifying und Rennen am besten aufteilen können. Wichtig war uns, dass jeder zwei Stints fährt, nicht direkt hintereinander fährt und die Stintlängen fair verteilt sind.

Am Ende haben wir eine Lösung gefunden, bei der ich den Start übernommen habe, Calvin den längsten Stint am Stück gefahren ist und Tim das Kart über die Ziellinie gebracht hat. Für das erste Rennen war das aus unserer Sicht ein guter Ansatz, auch wenn wir für die kommenden Rennen sicher noch weiter an unserer Strategie feilen werden.

 

„Beim Saisonauftakt der InWiTo Racing Series lag euer Team im Mittelfeld. Was habt ihr aus diesem ersten Rennen gelernt und wo seht ihr das größte Verbesserungspotenzial?“

Max Heinemann: Uns war von Anfang an klar, dass wir mit dem für uns komplett neuen Reglement und der Tatsache, dass keiner von uns zuvor ein solches Rennen gefahren ist, nicht direkt vorne mitfahren würden. Unser ambitioniertes Ziel waren die Top 10. Mit Platz 13 im Rennen haben wir dieses Ziel zwar knapp verfehlt, trotzdem können wir damit zufrieden sein.

Aus den unterschiedlichen Platzierungen im Qualifying und im Rennen haben wir aber einiges gelernt. Wir haben gemerkt, dass es keine gute Idee war, unsere ersten Runden auf der Strecke direkt im Qualifying zu fahren – deshalb kam für uns der letzte Platz im Qualifying auch nicht überraschend.

Für die Zukunft nehmen wir definitiv mit, dass wir auf den jeweiligen Strecken vorher ausreichend Trainingszeit einplanen müssen. Außerdem haben bei den Boxenstopps noch nicht alle Abläufe perfekt gesessen. Insgesamt haben wir aus dem ersten Rennwochenende aber viele wichtige Erkenntnisse gezogen und gehen jetzt mit viel Motivation und einer besseren Vorbereitung in das nächste Rennen.

 

„Viele Fahrer sagen, dass Indoor-Kartbahnen technisch besonders anspruchsvoll sind. Was ist für dich persönlich die größte Herausforderung auf solchen Strecken?“

Max Heinemann: Da kann ich nur zustimmen. Ich denke, die größte Herausforderung liegt darin, dass die Strecken aus Platzgründen meist deutlich enger gestaltet sind – sowohl von der Streckenbreite als auch von den Kurvenradien. Auch der Bodenbelag spielt eine Rolle. Umso mehr freuen wir uns auf die kommenden Outdoorbahnen.

 

„Wie bereitest du dich auf ein Rennen vor? Trainierst du viel im Kart, im Simulator oder analysiert ihr als Team Daten und Videos?“

Max Heinemann: Ich bereite mich mit einem Mix aus verschiedenen Tools vor. Der Simulator hilft dabei, allgemeine Racing-Skills zu trainieren, zum Beispiel Überholmanöver in unterschiedlichen Situationen oder das Finden verschiedener Linien. Auch wenn es meiner Meinung nach noch keine perfekte Kartsimulation gibt, kann man in anderen Simulationen trotzdem einiges lernen.

Gleichzeitig gehört natürlich auch das Fahren im echten Kart dazu, um ein Gefühl für das Kart und das Fahrverhalten zu entwickeln – im Idealfall direkt auf der jeweiligen Strecke.

Zusätzlich haben wir uns als Team im Vorfeld die Strecke online angeschaut, um wichtige Punkte zu besprechen. Im Nachgang haben wir uns dann auch noch meine GoPro-Aufnahmen angesehen, um das Rennen gemeinsam zu analysieren.

 

„In einer Liga mit 16 Teams und sehr engen Zeitabständen im Qualifying kann jedes Detail entscheidend sein. Worauf achtest du besonders, um eine schnelle Runde zu fahren?“

Max Heinemann: Ein großer Faktor ist auf jeden Fall der Verkehr auf der Strecke und der Umgang mit den anderen Karts. Gerade im Qualifying hatte ich damit teilweise noch Probleme. Das ist definitiv ein Bereich, den ich aus meiner eigenen Sicht noch besser managen kann.

 

„Wie ist die Stimmung im Team CMT Motorsport während eines langen Rennens? Gibt es feste Rollen für Strategie, Boxenstopps oder Fahrerwechsel?“

Max Heinemann: Unsere Strategie für die Reihenfolge der Fahrerwechsel stand schon vor dem Rennen fest und daran haben wir uns auch gehalten. Die Abläufe rund um den eigentlichen Boxenstopp und den Fahrerwechsel haben sich dann während des Rennens beziehungsweise kurz vor dem ersten Stopp ergeben.

Am Ende hatten wir, glaube ich, ein ganz gutes System gefunden, auch wenn es sicherlich noch Verbesserungspotenzial gibt. Während des Rennens gab es außerdem ein oder zwei Situationen, in denen wir gerne mit dem Fahrer im Kart kommuniziert hätten – was ohne Kommunikationstechnik natürlich schwierig war. In diesem Bereich werden wir für die kommenden Rennen definitiv noch nachbessern.

 

„Wenn du dir die Saison anschaust – mit Rennen auf verschiedenen Kartbahnen wie Outdoor-Strecken – auf welches Event freust du dich am meisten und warum?“

Max Heinemann: Für mich wird das Rennen in Emsbüren definitiv das Highlight der Saison. Ich kenne die Strecke zwar noch nicht persönlich, aber von dem, was ich bisher gesehen habe, verspricht sie sehr spannendes Kart-Racing und eine interessante Streckenführung. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, dort zu fahren.

 

„Was ist dein persönliches Ziel für diese Rookie-Saison: eher Erfahrung sammeln oder direkt um bessere Platzierungen kämpfen?“

Max Heinemann: Wie eingangs erwähnt, war unser Ziel für das erste Rennen ein Platz in den Top 10. Dieses Ziel kann man meiner Meinung nach auch gut auf die gesamte Saison übertragen.

Natürlich geht es gerade als neues Team erstmal darum, Erfahrungen zu sammeln und aus Fehlern zu lernen. Aber ein ambitioniertes Ziel zu haben, kann auf jeden Fall zusätzlich motivieren.

© 2014 by InWiTo-Racing-Series

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