

InWiTo-Racing Series
"Die Amateur Freizeit Kartliga"
Christian Alves: „Von uns darf erwartet werden, dass wir versuchen, die Meisterschaft zu gewinnen“
Mit der Pole Position zum Saisonauftakt und der aktuellen Führung in der Gesamtwertung ist Phoenix RT nahezu perfekt in die InWiTo Racing Series 2026 gestartet. Trotz personeller Herausforderungen und nicht immer optimal verlaufender Rennwochenenden gelang es dem Team, konstant wichtige Punkte zu sammeln. Im Gespräch mit der I.R.S. spricht Christian Alves über die Gründe für den erfolgreichen Saisonstart, die Bedeutung von Teamarbeit und die Ziele von Phoenix RT für den weiteren Verlauf der Meisterschaft.

Christian Alves über den starken Saisonstart von Phoenix RT, Teamstärke und die Herausforderungen im Titelkampf
Nach den ersten beiden Veranstaltungen der Saison befindet sich Phoenix RT in einer hervorragenden Ausgangsposition. Für Christian Alves ist dies das Ergebnis einer geschlossenen Teamleistung.
„Ich persönlich freue mich sehr über die Ausgangslage, die wir uns in den ersten zwei Rennen erarbeitet haben.“
Dabei verlief längst nicht alles nach Plan. Dennoch gelang es dem Team immer wieder, schwierige Situationen erfolgreich zu bewältigen.
„Es ist nicht immer alles so gelaufen wie geplant und trotzdem haben wir bisher zumindest die Kurve bekommen und konnten gut Punkte sammeln.“
Entsprechend groß ist die Freude innerhalb der Mannschaft.
„Die Freude im Team ist natürlich riesig.“
Kein Platz für Einzelkämpfer
Vor Saisonbeginn wurde Christian Alves von vielen Beobachtern zum erweiterten Favoritenkreis für den Fahrertitel gezählt. Der Phoenix-RT-Pilot selbst sieht die Situation jedoch deutlich anders.
„Bei der InWiTo geht es nicht um einzelne Fahrer.“
Für ihn steht der Mannschaftsgedanke klar im Vordergrund. Das Team verfüge über mehrere Fahrer, die an einem guten Tag den Unterschied ausmachen können.
„Wir sind im Team gut besetzt und jeder kann unter den richtigen Bedingungen den Unterschied machen.“
Zusätzlichen Druck verspürt Alves durch die Favoritenrolle daher nicht.
Erfahrung und Vielseitigkeit als Erfolgsrezept
Mit Tobias Klima, Kevin Gedigk und Christian Alves verfügt Phoenix RT über eines der erfahrensten Fahrertrios der Meisterschaft. Die besondere Stärke des Teams sieht Alves vor allem in der Kombination verschiedener Qualitäten.
„Ich würde unsere Vielseitigkeit und Rennerfahrung als große Stärke sehen.“
Hinzu komme eine Eigenschaft, die im Langstreckensport häufig den Unterschied ausmacht:
„Jeder ist bereit, sich für den Teamerfolg zu opfern.“
Diese Bereitschaft, individuelle Interessen hinter das gemeinsame Ziel zu stellen, bildet seit Jahren das Fundament der Mannschaft.
Der Ausfall von Tobias Klima
Kurz vor dem Rennen musste Phoenix RT auf Stammfahrer Tobias Klima verzichten, der aus familiären Gründen nicht teilnehmen konnte. Für das Team war die Situation zwar ungewöhnlich, jedoch nicht überraschend.
„Für Tobi freuen wir uns natürlich und Familie geht immer vor.“
Da der Ausfall frühzeitig bekannt war, konnte das Team verschiedene Szenarien vorbereiten und Strategien für mögliche Ersatzfahrer entwickeln.
Besonders dankbar zeigt sich Alves gegenüber Lucas Böke, der kurzfristig einsprang und das Team überhaupt erst in die Lage versetzte, um wichtige Meisterschaftspunkte zu kämpfen.
„Hier nochmal ein Dankeschön an Lucas, dass er eingesprungen ist und wir überhaupt um Punkte fahren konnten.“
Mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu:
„Ich bin aber der festen Überzeugung, wären wir komplett angetreten, wäre das Rennen anders ausgegangen.“
Erfolgreiche Integration eines Debütanten
Durch das neue Reglement erhielt Phoenix RT zusätzlich mit Lukas Kokot einen Fahrer aus dem offiziellen Fahrerpool. Für den Debütanten bedeutete dies den Sprung in ein anspruchsvolles Teamumfeld.
„Für ihn waren Teamrennen Neuland.“
Gerade die Vielzahl möglicher Fehlerquellen in einem Langstreckenrennen habe den Einstieg zusätzlich erschwert.
Dennoch hinterließ Kokot einen starken Eindruck.
„Er hat sich gut geschlagen und war an dem Ergebnis maßgeblich beteiligt.“
Besonders positiv fiel aus Sicht von Alves die professionelle Herangehensweise des Ersatzfahrers auf.
„Er war sehr offen und zugänglich für unsere Vorgaben und hat sie sauber umgesetzt.“
Kevin Gedigk als Schlüsselfaktor in Kerpen
Dass Phoenix RT trotz der besonderen personellen Situation eine starke Punkteausbeute erzielen konnte, führt Alves vor allem auf die Leistung eines Fahrers zurück.
„Die sehr gute Punkteausbeute in Kerpen haben wir Kevin zu verdanken.“
Sowohl im Qualifying als auch im ersten Rennstint erhielt Gedigk ein besonders konkurrenzfähiges Kart – und nutzte diese Gelegenheit konsequent.
„Er hat bravourös gezeigt, dass er dann der Fahrer dafür ist und abliefert.“
Für Alves war dies einer der entscheidenden Faktoren des gesamten Rennwochenendes.
Outdoor-Rennen bringen neue Herausforderungen
Mit den kommenden Veranstaltungen auf den Outdoor-Strecken der Saison warten neue Aufgaben auf die Teams. Die Unterschiede zwischen Indoor- und Outdoor-Racing seien erheblich, erklärt Alves.
„Indoor und Outdoor sind schon sehr unterschiedlich zu fahren.“
Während in der Halle die Bedingungen meist konstant bleiben, spielen auf Freiluftstrecken zahlreiche zusätzliche Faktoren eine Rolle.
„Regen, wechselnde Gripverhältnisse oder die richtige Einschätzung der Situation können einen großen Unterschied machen.“
Eine Herausforderung sieht Alves allerdings noch vor allen anderen:
„Die größte Herausforderung? Dass wir die letzten Rennen als komplettes Team antreten.“
Der Titelkampf bleibt offen
Trotz der Tabellenführung warnt der Phoenix-RT-Pilot davor, die Konkurrenz zu unterschätzen. Aus seiner Sicht ist die Meisterschaft weiterhin vollkommen offen.
„Von Platz eins bis sechs ist alles möglich.“
Schon ein einziges schwaches Qualifying könne die Ausgangslage drastisch verändern.
Gleichzeitig geht Alves davon aus, dass sich über die gesamte Saison hinweg die etablierten Teams an der Spitze behaupten werden.
„Über die Renndistanz werden sich dann doch die gleichen Teams durchsetzen.“
Persönliche Worte an Tobias Klima
Zum Abschluss richtet Christian Alves noch einige persönliche Worte an seinen verhinderten Teamkollegen Tobias Klima, der kürzlich Vater geworden ist.
„Tobi, ich wünsche dir und deiner kleinen Familie von Herzen das Beste.“
Eine Botschaft, die den starken Zusammenhalt innerhalb von Phoenix RT einmal mehr unterstreicht.
Das Ziel ist klar definiert
Auch wenn die Saison noch lang ist und zahlreiche Herausforderungen bevorstehen, macht Alves keinen Hehl daraus, welches Ziel Phoenix RT verfolgt.
„Von uns darf erwartet werden, dass wir versuchen, die Meisterschaft zu gewinnen.“
Mit einer starken Ausgangsposition, großer Erfahrung und einem eingespielten Team hat Phoenix RT in den ersten Rennen eindrucksvoll gezeigt, warum die Mannschaft aktuell zu den Topfavoriten der InWiTo Racing Series 2026 zählt.