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InWiTo-Racing Series
"Die Amateur Freizeit Kartliga"
„Konstanz ist im Langstreckenrennen der Schlüssel“
Für Robin Sieweke war das letzte Rennen ein besonderer Moment: Sein erstes Rennen in der Serie. In einem Feld, in dem Strategie, Konstanz und Teamarbeit über mehr als zwei Stunden entscheidend sind, musste sich der Neuling direkt mit den taktischen Feinheiten des Langstrecken-Kartsports auseinandersetzen. Im Gespräch mit I.R.S. erklärt Sieweke, warum Konstanz für ihn im Rennen oberste Priorität hat und welche Rolle Teamkommunikation bei strategischen Entscheidungen spielt.
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Bei einem 2:30-Stunden-Rennen entscheidet oft die langfristige Strategie. Legt ihr euren Fokus eher auf konstante Stints oder versucht ihr bewusst, über aggressive Phasen Positionen gutzumachen?
Robin Sieweke: Da es für mich das erste Rennen war, war vieles noch neu. Ich kann deshalb nur vom letzten Rennen sprechen. Dort haben wir den Fokus eher auf Konstanz gelegt.
Das Feld liegt im Qualifying extrem eng zusammen. Wie stark beeinflusst die Startposition eure Strategie für die ersten Rennminuten?
Robin Sieweke: Eine gute Startposition kann definitiv ein Vorteil sein, weil es im Mittelfeld zu Rennbeginn oft sehr eng wird. Strategisch ist es deshalb sinnvoll, jemanden mit viel Erfahrung starten zu lassen, damit sich das Team möglichst schnell etwas Luft verschaffen kann.
Gerade im Mittelfeld wird das Rennen schnell unübersichtlich. Welche taktischen Überlegungen spielen eine Rolle, wenn mehrere ähnlich schnelle Karts vor dir fahren?
Robin Sieweke: Ich versuche vor allem, meine Stints möglichst konstant zu fahren. Deshalb versuche ich entweder möglichst verlustfrei zu überholen oder einen Fehler der anderen Fahrer zu nutzen, um mir schnell wieder etwas Luft zu verschaffen.
Beginnt man einen Stint eher defensiv, um Reifen und Material zu schonen, oder gehst du direkt auf maximale Pace?
Robin Sieweke: Für mich ist es wichtig, ein bis zwei Runden zu nutzen, um in den Rhythmus zu kommen. Danach kann ich meine maximale Pace fahren.
In Teamrennen ist die Reihenfolge der Fahrer oft entscheidend. Welche Faktoren bestimmen bei euch, wer Start-, Mittel- oder Schlussstint fährt?
Robin Sieweke: Da es mein erstes Rennen war, habe ich mich auf die Erfahrung meiner Teamkollegen verlassen. Mein einziger Wunsch war, einen Mittelstint zu fahren, weil es am Start und am Ende oft besonders hektisch wird.
Bei großen Starterfeldern entstehen ständig Überrundungssituationen. Gibt es für dich klare Regeln, wann du attackierst und wann du lieber Zeit verlierst, um Risiken zu vermeiden?
Robin Sieweke: Fahrer, die uns überrunden, lasse ich möglichst schnell vorbei, um keine Zeit zu verlieren. Gegen Fahrer, die direkt mit uns im Kampf liegen, versuche ich natürlich, meine Position zu verteidigen.
Die Saison führt von engen Indoor-Strecken wie Werther zu schnellen Outdoor-Kursen wie Kerpen oder Emsbüren. Wie stark verändert ihr eure Strategie je nach Streckentyp?
Robin Sieweke: Das kann ich aktuell noch nicht vollständig beurteilen. Ich denke aber, dass auf technischen und engen Strecken eher der Fahrer längere Stints fahren sollte, dem solche Kurse besonders liegen.
Wenn sich während des Rennens abzeichnet, dass ein Top-10-Ergebnis schwierig wird – geht ihr dann mehr Risiko ein oder versucht ihr, sicher Punkte mitzunehmen?
Robin Sieweke: Das ist stark situationsabhängig. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, mit etwas mehr Risiko weiter nach vorne zu kommen, kann es durchaus sinnvoll sein, diese Chance zu nutzen.
Wenn Zwischenfälle oder Staus im Feld auftreten: Entscheidet ihr spontan im Kart oder läuft die Strategie hauptsächlich über Teamkommunikation?
Robin Sieweke: Aus meiner Erfahrung im letzten Rennen würde ich sagen, dass gute Teamkommunikation entscheidend ist. Änderungen in der Strategie laufen in der Regel über das Team.
Wie intensiv analysiert ihr nach einem Rennen eure Stints und Rundenzeiten?
Robin Sieweke: Nach dem Rennen besprechen wir unsere Erfahrungen aus den einzelnen Stints und schauen uns natürlich auch die Rundenzeiten an. Wenn taktische Fehler auffallen – egal ob uns selbst oder anderen – sprechen wir darüber, um daraus zu lernen.
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