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InWiTo-Racing Series
"Die Amateur Freizeit Kartliga"
„Einfach Spaß haben – der Rest kommt von allein“
Als Ersatzfahrer steht man selten im Mittelpunkt – und weiß oft erst kurzfristig, ob man überhaupt zum Einsatz kommt. Für André Wester ist genau das derzeit Realität beim CFC Racing Team. Trotz der ungewissen Rolle wirkt der Endurance-erfahrene Fahrer gelassen. Im Gespräch mit I.R.S. spricht er über seine Zeit bei CFC, seine Verbindung zu IT.S Racing und darüber, was ihm noch fehlt, um mit den stärksten Fahrern mitzuhalten.

Du bist beim CFC Racing Team aktuell „nur“ Ersatzfahrer. Wie schwierig ist es, sich unter diesen Umständen wirklich als wichtiger Teil des Teams zu fühlen?
André Wester: Eigentlich gar nicht. Die anderen haben mich sehr offen empfangen, und es hat richtig Spaß gemacht, bei CFC zu fahren.
CFC Racing gehört historisch zu den erfolgreichsten Teams der Serie. Wird der Druck größer, wenn die aktuellen Ergebnisse nicht an diese Vergangenheit heranreichen?
André Wester: Das kann ich nicht wirklich beurteilen. Diese Frage müssten eher die Teamkollegen beantworten, die schon länger für CFC fahren. Ich freue mich einfach jedes Mal, im Kart zu sitzen – egal für welches Team oder in welcher Situation.
Aktuell liegt das Team eher im hinteren Bereich der Tabelle. Wo siehst du die größten Probleme – Fahrerleistung, Strategie oder fehlende Pace?
André Wester: Da bin ich vermutlich der falsche Ansprechpartner. Ich kann nur aus meiner kleinen Perspektive heraus etwas sagen. Aus meiner Sicht hatten wir grundsätzlich ein gutes Rennen, auch wenn sich das nicht unbedingt in der Tabelle widerspiegelt.
Als Ersatzfahrer weiß man oft nicht, wann man wirklich fährt. Wie hältst du dich trotzdem auf Rennniveau?
André Wester: Der Rennkalender für 2026 ist zum Glück gut gefüllt. Es stehen einige Langstreckenrennen an – Langeweile kommt da definitiv nicht auf.
Wenn du dann tatsächlich zum Einsatz kommst, weißt du, dass jeder Fehler sofort auffällt. Führt das zu zusätzlicher Motivation oder eher zu Druck?
André Wester: Weder noch wirklich. Fehler gehören dazu – und aus ihnen kann man lernen.
Du hast auch außerhalb der Serie viel Erfahrung gesammelt, zum Beispiel bei Endurance-Events. Beeinflussen solche Rennen deinen Fahrstil?
André Wester: Eigentlich nicht. Jede Serie bewertet Situationen anders. Manchmal muss man auch eine Strafe in Kauf nehmen, um überhaupt herauszufinden, wo die Grenze liegt.
Als Ersatzfahrer bist du oft nicht in alle strategischen Entscheidungen eingebunden. Fühlst du dich beim CFC Racing Team trotzdem ausreichend integriert?
André Wester: Es war ja zunächst nur ein Ersatzrennen. Die Jungs machen ihre Sache im Team gut unter sich – und das passt so.
Wenn du kurzfristig einspringen musst: Fährst du eher auf Sicherheit oder versuchst du, mit besonders aggressiver Pace auf dich aufmerksam zu machen?
André Wester: Ich versuche einfach Spaß zu haben. Der Rest ergibt sich dann meistens von selbst.
Ist deine Rolle als Ersatzfahrer nur eine Übergangsphase oder würdest du langfristig auch um einen festen Platz im CFC Racing Team kämpfen?
André Wester: Eher nicht. Mein Herz hängt bei IT.S Racing. Deshalb wird es vermutlich bei der Rolle als Ersatzfahrer bleiben.
Wenn du deine Karriere im Endurance-Kartsport kritisch bewertest: Was fehlt dir noch, um dauerhaft Stammfahrer in einem Topteam zu sein?
André Wester: Wenn man zum Beispiel in einem 24-Stunden-Rennen hinter einem Fahrer wie Höller herfährt, merkt man schon ziemlich schnell, was einem selbst noch fehlt.
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