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Markus Paetzold: „Die InWiTo ist für mich ein Stück Zuhause.“

Seit den Anfängen gehört Markus Paetzold zu den prägenden Gesichtern der InWiTo Racing Series. Als Mitorganisator und Rennleiter sorgt er nicht nur für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen, sondern prägt die Serie auch hinter den Kulissen maßgeblich mit. Im Interview spricht er über den besonderen Zusammenhalt innerhalb der InWiTo, die Herausforderungen eines Rennleiters und darüber, warum Fairness für ihn immer an erster Stelle steht.

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I.R.S.: Markus, die InWiTo Racing Series begleitet dich nun schon seit vielen Jahren. Was macht für dich persönlich den besonderen Reiz aus, diese Rennserie mitzuorganisieren?

Markus Paetzold: Es ist einfach jedes Mal ein Stück „nach Hause kommen“. Viele Fahrer begleiten uns seit Jahren, daraus sind echte Freundschaften entstanden. Gleichzeitig reizt mich die Herausforderung, die Serie ständig weiterzuentwickeln – neue Strecken zu finden, das Reglement kontinuierlich anzupassen und natürlich während der Rennen den Überblick auf der Strecke zu behalten. Das ist für mich einer der spannendsten Teile der Aufgabe.

I.R.S.: Rennwochenenden bedeuten oft viele Stunden Vorbereitung, Verantwortung und Stress – dazu kommen Regen, Wind, Kälte oder große Hitze. Was motiviert dich trotzdem immer wieder, bei jedem Rennen dabei sein zu wollen?

Markus Paetzold: Genau das, was ich eben beschrieben habe: Familie und Freunde. Die InWiTo ist für mich weit mehr als eine Rennserie. Es geht darum, Menschen eine Plattform für ihr gemeinsames Hobby zu bieten – und zwar in einem fairen und respektvollen Umfeld.

I.R.S.: Kannst du beschreiben, was in dir vorgeht, wenn du zu einem Rennen fährst? Mit welchen Gedanken und Gefühlen kommst du an die Strecke?

Markus Paetzold: Schon auf der Anfahrt bin ich sehr fokussiert. Ich gehe im Kopf noch einmal alles durch: Haben wir an alles gedacht? Ist die komplette Ausrüstung dabei? Oft bespreche ich mit meinen Mitfahrern auf dem Weg auch noch einmal einzelne Punkte aus dem Reglement.

I.R.S.: Du bist nicht nur Organisator, sondern auch Rennleiter. Wie bereitest du dich konkret auf einen Renntag vor und worauf legst du dabei besonders großen Wert?

Markus Paetzold: Mir ist wichtig, schon vor dem Rennen die Stimmung in den Teams aufzunehmen. Das hilft später dabei, in schwierigen Situationen oder bei Diskussionen besser auf die Beteiligten eingehen zu können. An erster Stelle steht für mich aber immer die Gleichbehandlung aller Teams. Jeder soll unter den gleichen Voraussetzungen Rennen fahren.

I.R.S.: Die InWiTo Racing Series wurde gegründet, um Menschen neben dem Alltagsstress gemeinsame Erlebnisse und Spaß am Kartsport zu ermöglichen. Was bedeutet die Serie heute für dich persönlich?

Markus Paetzold: Ich finde, genau dafür steht die InWiTo auch heute noch – vielleicht inzwischen einfach auf einem etwas höheren Niveau. 

I.R.S.: Wenn du auf die Entwicklung der Liga zurückblickst – von den ersten Jahren bis heute mit regelmäßig 16 Teams und einer inzwischen langen Hall of Fame – worauf bist du besonders stolz?

Markus Paetzold: Besonders stolz macht mich, dass wir mittlerweile auch bei den Kartbahnen einen sehr guten Ruf genießen und man sich freut, wenn wir wiederkommen. Dieses Vertrauen von Menschen, die seit vielen Jahren im Kartsport tätig sind, muss man sich erst einmal erarbeiten. Außerdem ist das Teilnehmerfeld immer enger zusammengerückt. Selbst viele „alte Hasen“ kommen regelmäßig als Ersatzfahrer zurück. Das zeigt, wie eng die Verbundenheit zur InWiTo nach wie vor ist.

I.R.S.: Die aktuelle Saison 2026 hat bereits gezeigt, wie eng das Teilnehmerfeld zusammenliegt. Was macht diese Saison aus deiner Sicht besonders spannend und welche Entwicklungen beobachtest du mit Interesse?

Markus Paetzold: Zum ersten Mal haben wir gleich zwei Outdoor-Rennen im Kalender. Das ist etwas, das man mögen und auch beherrschen muss. Ich hoffe ehrlich gesagt sogar noch ein bisschen auf Regen in Emsbüren – das könnte vor dem Saisonfinale in Essen noch einmal für zusätzliche Spannung sorgen. Außerdem findet das Finale nicht in Werther statt. Auch das macht die Meisterschaft in diesem Jahr besonders interessant.

I.R.S.: Jeder Rennleiter erlebt auch schwierige Momente. Worüber kannst du dich während einer Veranstaltung oder im Vorfeld eines Rennens manchmal ärgern?

Markus Paetzold: Über Diskussionen während des laufenden Rennens. Natürlich verstehe ich, dass jeder Fahrer und jedes Team das Beste für sich herausholen möchte. Aber wenn Entscheidungen der Rennleitung direkt auf der Strecke diskutiert werden, bringt das niemandem etwas. Deshalb gilt bei uns: Wer diskutieren möchte, kommt an die Box – dann sprechen wir in Ruhe bei stehendem Kart darüber. Das haben wir in der Vergangenheit auch schon mehrfach so gehandhabt.

I.R.S.: Gibt es ein Rennen, einen Moment oder eine Situation aus der Geschichte der InWiTo Racing Series, die dir bis heute besonders in Erinnerung geblieben ist?

Markus Paetzold: Ganz klar das legendäre Regenchaos von Harsewinkel. Daran denkt man heute noch gerne zurück.

I.R.S.: Wenn du fünf oder zehn Jahre in die Zukunft blickst: Wo soll die InWiTo Racing Series dann stehen und was wünschst du dir für die Teilnehmer, Teams und die gesamte Gemeinschaft?

Markus Paetzold: Mein größter Wunsch ist eigentlich ganz einfach: Dass alle so bleiben, wie sie sind. Ich hoffe, dass wir die InWiTo noch viele Jahre in dieser Form weiterführen können – auch wenn es immer schwieriger wird, passende Kartbahnen für unsere Veranstaltungen zu finden.

© 2014 by InWiTo-Racing-Series

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