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Interview: Marc Schmoll – „Die Mischung aus Kampf auf der Strecke und familiärer Atmosphäre macht die Serie aus“
Marc Schmoll gehört zu den erfahrenen Fahrern der InWiTo Racing Series. Mit über 15 bestrittenen Rennen und mehreren Teamstationen kennt er die Liga seit vielen Jahren. Im Interview spricht er über seine Zeit in verschiedenen Teams, seine Entwicklung als Fahrer und die Herausforderungen im Mittelfeld der Meisterschaft.
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„Du bist bereits seit mehreren Jahren Teil der InWiTo Racing Series und hast über 15 Rennen bestritten – was hat dich ursprünglich an dieser Liga gereizt und was hält dich bis heute dabei?“
Marc Schmoll: Hi, ja – so schnell vergeht die Zeit. Ich bin damals eher zufällig in die mir völlig unbekannte InWiTo Series gestolpert. Zuerst war ich bei verschiedenen Teams als Ersatzfahrer unterwegs und inzwischen fahre ich schon meine vierte Saison in einem eigenen Team.
Was mich bis heute dabei hält, ist vor allem die familiäre Atmosphäre neben der Strecke. Mittlerweile kennt man sich gut, aber auf der Strecke wird trotzdem hart gekämpft. Genau diese Mischung macht es, glaube ich, aus.

„Du bist im Laufe deiner Karriere für mehrere Teams gefahren, darunter Magic Kart, Porschwe Racing und Skull Racing. Was hast du aus diesen verschiedenen Teamstrukturen gelernt?“
Marc Schmoll: Jedes Team hat eine andere Herangehensweise – mal strukturierter, mal etwas lockerer. Aber alle sind mit Spaß und Ehrgeiz dabei, egal ob man um Platz vier oder Platz fünfzehn kämpft.

„Was hat dich letztlich dazu bewogen, zur Scuderia NRW zu wechseln, und was unterscheidet dieses Team von deinen früheren Stationen?“
Marc Schmoll: Es wurde plötzlich ein Platz im Team frei. Im ersten Jahr der Scuderia waren Nele, André und ich zusammen unterwegs.
Der größte Unterschied ist, dass man wirklich in seinem eigenen Team fährt und nicht nur als Gastfahrer. Der Spaß und der Ehrgeiz sind aber genau wie bei allen anderen Teams vorhanden.

„Dein bisher bestes Qualifying-Ergebnis ist Platz drei – würdest du sagen, dass dir einzelne schnelle Runden besser liegen als lange Rennstints?“
Marc Schmoll: Ich bin mir gar nicht sicher, ob das tatsächlich meine eigene Bestzeit war oder eher die eines fähigen Gastfahrers.

„Scuderia NRW bewegt sich aktuell eher im Mittelfeld der Meisterschaft. Wo siehst du den größten Unterschied zu den Topteams der Serie?“
Marc Schmoll: Der größte Unterschied ist wahrscheinlich die Routine. Einige Teams sitzen mehrmals im Monat im Kart – wir leider viel zu selten. Genau da liegt einer der größten Unterschiede.

„Du teilst dir das Cockpit mit Khalfan Kaste und Gordon Becker. Wie teilt ihr euch innerhalb des Teams Strategie, Stints und Verantwortlichkeiten auf?“
Marc Schmoll: Khalfan ist sehr konstant. Wenn er ein gutes Kart hat, fährt er Runde für Runde praktisch identische Zeiten – darauf kann man sich verlassen.
Gordon ist neu in der Serie. Er ist ebenfalls ein guter Fahrer, muss sich aber im Leihkart noch etwas einfinden.
Ich bin inzwischen fast schon der Routinier im Team. Wenn ich ein gutes Kart erwische, sind ebenfalls sehr gute Zeiten möglich – das habe ich im letzten Rennen gemerkt.
Was die Strategie angeht, müssen wir uns beim nächsten Rennen noch etwas genauer abstimmen. Mit neuen Fahrern muss man erst einmal herausfinden, wie man sich am besten organisiert. Wenn im Qualifying keine Zeiten angezeigt werden, ist die Einteilung für das Rennen natürlich noch einmal eine zusätzliche Wundertüte.


„Die Rennen dauern mehrere Stunden. Was ist für dich persönlich die größte Herausforderung in solchen Langstrecken-Kartrennen – Konzentration, Verkehr im Feld oder Strategie?“
Marc Schmoll: Für mich persönlich ist der Verkehr im Feld die größte Herausforderung. Wenn der Fokus einmal da ist, kann ich die Konzentration über lange Zeit halten – aber der Verkehr sorgt immer wieder für schwierige Situationen.

„Wenn du deine erste Saison mit deiner aktuellen Leistung vergleichst: In welchen Bereichen hast du dich als Fahrer am meisten verbessert?“
Marc Schmoll: Ich bin deutlich konstanter geworden und auch ruhiger auf der Strecke. Außerdem habe ich heute ein viel besseres Gefühl für die Karts, die Strecken und typische Brennpunkte auf der Strecke.
Über die Jahre habe ich viele kleine Tipps aufgenommen und versucht umzusetzen. Die Summe aus all diesen Kleinigkeiten hat mich als Fahrer definitiv verbessert – auch wenn natürlich alle anderen Teams ebenfalls besser geworden sind. 🫣😜

„Dein bisher bestes Rennergebnis ist ein achter Platz – ist ein Podium in der InWiTo Racing Series ein realistisches Ziel in den nächsten Saisons?“
Marc Schmoll: Wenn die Fahrer vorne plötzlich massiv schlechter werden, vielleicht. 
Die Topteams fahren aktuell einfach noch einmal auf einem anderen Level.


„Die Serie wechselt zwischen Indoor- und Outdoor-Strecken. Welche Art Strecke liegt dir persönlich besser, und wo siehst du die größten Chancen für dein Team?“
Marc Schmoll: Als Nächstes stehen zwei Outdoor-Strecken an, die ich noch nicht kenne. Grundsätzlich finde ich es gut, dass beide Arten von Strecken gefahren werden. Outdoor-Rennen sind immer etwas Besonderes.
Wenn das Wetter mitspielt, ist das natürlich perfekt – aber genau das macht Outdoor-Rennen auch ein Stück weit zur Zitterpartie.

© 2014 by InWiTo-Racing-Series

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