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Mans Peterson über 15 Jahre InWiTo Racing Series, den Wandel der Meisterschaft und die Ziele von Porschwe Racing

Kaum ein Fahrer verkörpert die Geschichte der InWiTo Racing Series so sehr wie Mans Peterson. Seit mittlerweile 15 Jahren gehört er zum Fahrerfeld und hat zahlreiche Entwicklungen der Meisterschaft hautnah miterlebt. Gemeinsam mit Porschwe Racing zählt er zu den erfahrensten Teilnehmern der Serie. Im Gespräch mit der I.R.S. blickt Peterson auf die Veränderungen der vergangenen Jahre zurück, analysiert den bisherigen Saisonverlauf und verrät, welche Ziele er mit seinem Team noch erreichen möchte.

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Mans Peterson: „Man kann sich nicht auf Erfahrung ausruhen“

Wenn Mans Peterson auf seine ersten Jahre in der Meisterschaft zurückblickt, wird deutlich, wie stark sich die Serie entwickelt hat.

„Am Anfang waren wir mit Porschwe Racing sehr erfolgreich und haben die Serie auch ein paar Mal gewonnen. Seitdem hat sich extrem viel verändert.“

Besonders die steigende Leistungsdichte im Feld beeindruckt den Routinier. Die Teams seien professioneller geworden, während immer mehr junge Fahrer mit beeindruckender Geschwindigkeit in die Meisterschaft drängen.

„Ich denke, ich bin heute eigentlich schneller als früher. Aber die neue Generation ist eben auch nochmal schneller. Das ist manchmal brutal, aber auch sehr motivierend.“

Für Peterson ist genau das einer der Gründe, warum die Serie nach so vielen Jahren weiterhin ihren Reiz besitzt.

„Man kann sich nicht auf Erfahrung ausruhen, sondern muss jedes Jahr wieder dazulernen.“

Porschwe Racing: Mehr als nur ein Rennteam

Seit vielen Jahren bilden Mans Peterson, Toni Sousa Fernandes und Nelson Dias den Kern von Porschwe Racing. Die besondere Stärke des Teams sieht Peterson dabei nicht ausschließlich in den sportlichen Leistungen.

„Der besondere Charakter von Porschwe Racing ist für mich ganz klar der Spaß und das Vertrauen im Team.“

Die langjährige Zusammenarbeit sorgt dafür, dass innerhalb des Teams vieles ohne große Worte funktioniert. Jeder kenne die Stärken und Eigenheiten des anderen, was gerade in Langstreckenrennen von großem Vorteil sei.

Auch wenn Porschwe Racing heute nicht mehr dauerhaft zu den dominierenden Teams der Meisterschaft gehört, sieht Peterson weiterhin großes Potenzial.

„Manchmal kommt alles zusammen, und dann können wir immer noch eine richtig starke Performance zeigen.“

Saisonstart im Rahmen der Erwartungen

Nach den ersten Veranstaltungen der Saison befindet sich Porschwe Racing im Mittelfeld der Gesamtwertung. Für Peterson entspricht dieser Verlauf weitgehend den Erwartungen.

„Natürlich hätten wir gerne ein paar Punkte mehr, aber wir haben auch selbst ein paar Fehler gemacht.“

Gleichzeitig betont er, dass Faktoren wie unterschiedliche Kartleistungen zum Motorsport dazugehören und von allen Teams bewältigt werden müssen.

„Entscheidend ist, dass man trotzdem ruhig bleibt, sauber fährt und das Maximum aus der Situation macht.“

Trotz eines soliden Saisonstarts sieht der erfahrene Fahrer noch weiteres Potenzial für die kommenden Rennen.

Kerpen: Eine Strecke für Präzision und Rhythmus

Mit der Michael-Schumacher-Kartbahn stand zuletzt eine der bekanntesten Kartstrecken Deutschlands auf dem Programm. Peterson zählt die traditionsreiche Strecke zu seinen persönlichen Favoriten.

„Die letzten paar Zehntel sind dort extrem schwer zu finden. Genau diese letzte halbe Sekunde macht den Unterschied.“

Besonders der flüssige Streckencharakter komme seinem Fahrstil entgegen.

„Es geht nicht nur darum, spät zu bremsen, sondern die Linie, den Kurvenausgang und den Schwung mitzunehmen.“

Trotz durchwachsener Kartbedingungen blickt er insgesamt positiv auf das Rennwochenende zurück.

Schwieriger Rennbeginn und starke Aufholjagd

Entscheidend für das Ergebnis in Kerpen war aus Sicht von Peterson bereits das Qualifying. Ein unglücklicher Kartwechsel verhinderte eine bessere Ausgangsposition.

Auch im Rennen hatte Porschwe Racing zunächst mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Nelson Dias verlor im ersten Stint aufgrund eines leistungsschwachen Karts mehrere Positionen, wodurch das Team früh unter Druck geriet.

„Wenn das Kart einfach nicht geht, kannst du nur versuchen, den Schaden zu begrenzen.“

Im weiteren Rennverlauf gelang es dem Team jedoch, sich Schritt für Schritt zurückzukämpfen.

„Danach hatten wir etwas mehr Glück mit den Karts und konnten uns wieder nach vorne arbeiten.“

Am Ende stand Platz neun zu Buche – ein Ergebnis, das angesichts des schwierigen Starts durchaus positiv bewertet wurde.

Erfahrung als wichtigste Stärke

Auf die Frage nach den größten Fortschritten des Teams verweist Peterson vor allem auf die gewachsene Konstanz.

„Wir kennen uns gut, wir bleiben meistens ruhig, und auch wenn ein Rennen schlecht anfängt, bekommen wir es oft noch irgendwie gerettet.“

Verbesserungspotenzial sieht er insbesondere bei der Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Kartcharakteristiken.

„Wenn du nur mit guten Karts schnell bist, reicht das nicht.“

Die Fähigkeit, unabhängig vom Material schnell konkurrenzfähig zu sein, könnte für Porschwe Racing künftig ein entscheidender Erfolgsfaktor werden.

Optimismus für Emsbüren und Essen

Mit Emsbüren und dem Saisonfinale in Essen stehen noch zwei sehr unterschiedliche Herausforderungen bevor. Peterson sieht sein Team auf beiden Strecken gut aufgestellt.

„Für uns kommt es eher darauf an, sauber zu fahren, gute Wechsel zu machen und aus jedem Kart das Maximum herauszuholen.“

Wenn es gelingt, früh den richtigen Rhythmus zu finden und unnötige Fehler zu vermeiden, hält er starke Ergebnisse durchaus für möglich.

Ein eingespieltes Fahrertrio

Die Zusammenarbeit mit Toni Sousa Fernandes und Nelson Dias beschreibt Peterson als einen der größten Erfolgsfaktoren des Teams.

„Wir kennen uns schon lange und wissen, wie der andere tickt.“

Gerade in schwierigen Rennsituationen zahle sich diese Erfahrung aus. Statt hektisch zu reagieren, könne das Team auf einen großen gemeinsamen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Unser Trio zeichnet vor allem Erfahrung und Vertrauen aus.“

Mindestens genauso wichtig sei jedoch die menschliche Komponente.

„Natürlich wollen wir gute Ergebnisse, aber wenn man so lange zusammen fährt, muss es auch menschlich passen.“

Podiumsplatz bleibt das große Ziel

Trotz aller Erfahrung hat Peterson seine sportlichen Ambitionen keineswegs verloren. Sein persönliches Ziel für die laufende Saison ist klar definiert:

„Ich würde in dieser Saison gerne wieder aufs Podium kommen.“

Auch für Porschwe Racing steht die Verbesserung der Gesamtplatzierung im Vergleich zum Vorjahr im Mittelpunkt.

„Wir wissen, dass das nicht einfach wird, aber es ist realistisch, wenn wir sauber fahren und unsere Chancen nutzen.“

Am Ende der Saison wäre Peterson zufrieden, wenn das Team sportlich einen Schritt nach vorne macht und gleichzeitig die Freude am gemeinsamen Rennsport bewahrt.

„Wenn wir ein Podium holen, uns in der Meisterschaft verbessern und dabei als Team weiterhin Spaß haben, dann wäre das für mich ein gelungenes Jahr.“

© 2014 by InWiTo-Racing-Series

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