

InWiTo-Racing Series
"Die Amateur Freizeit Kartliga"
Zurück auf der Strecke: Warum Lars Kohlmann mit Red Flag Racing noch einmal angreifen will
Jahrelang prägte er die InWiTo Racing Series als Fahrer und Teamchef. Nach einer Pause ist Lars Kohlmann zurück – und mit Red Flag Racing sorgt er gemeinsam mit zwei weiteren Rückkehrern bereits für Aufsehen. Der Saisonstart verlief erfolgreicher als erwartet und macht Lust auf mehr.

Manche Verbindungen reißen nie ganz ab. Für Lars Kohlmann war die Rückkehr in die InWiTo Racing Series deshalb weniger eine Frage des „Ob“, sondern vielmehr des „Wann“.
„Da ich jahrelang Stammfahrer und auch Teamchef war, war es für mich eigentlich nur eine Frage der Zeit, wieder zurückzukehren“, erzählt Kohlmann. „Es hat einfach immer unheimlich viel Spaß gemacht.“
Als sich die Möglichkeit bot, gemeinsam mit Michael Kordas und Nele Otter ein neues Kapitel unter dem Banner von Red Flag Racing aufzuschlagen, musste er nicht lange überlegen. Drei Fahrer mit Erfahrung, Leidenschaft und Renninstinkt fanden zusammen – und überraschten direkt in ihrer ersten gemeinsamen Saison.
Ein Team voller Erfahrung
Auf den ersten Blick wirkt Red Flag Racing wie ein neues Team. Tatsächlich steckt hinter dem Projekt jedoch eine enorme Menge an Erfahrung.
Mit Michael Kordas, Nele Otter und Lars Kohlmann vereint die Mannschaft zahlreiche Jahre InWiTo-Historie. Alle drei kennen die Anforderungen der Serie, die Besonderheiten des Langstreckensports und den Druck enger Rennen.
Genau darin sieht Kohlmann einen der größten Vorteile seines Teams.
„Jeder weiß, was er zu tun hat. Es braucht keine großen Absprachen. Wir können uns voll auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren und uns gegenseitig vertrauen.“
Die Zusammenarbeit funktionierte von Beginn an erstaunlich reibungslos. Statt langer Eingewöhnungsphasen entwickelte sich schnell eine Dynamik, die dem Team bereits in den ersten Rennen wichtige Punkte bescherte.
„Sobald jeder mit Spaß und Fokus dabei ist, kommen die Ergebnisse fast von allein. Wir ergänzen uns einfach sehr gut.“
Erfolgreicher als erwartet
Nach den ersten Saisonrennen rangiert Red Flag Racing auf Platz acht der Gesamtwertung – ein Ergebnis, das selbst innerhalb des Teams für positive Überraschung sorgte.
Vor Saisonbeginn hatte Kohlmann die Erwartungen bewusst niedrig angesetzt.
„Ich hatte gehofft, dass wir irgendwo im hinteren Mittelfeld landen würden.“
Doch bereits nach den ersten Einsätzen wurde deutlich, dass deutlich mehr Potenzial vorhanden ist. Die drei Rückkehrer fanden schnell ihren Rhythmus und präsentierten sich als eingespielte Einheit.
„Die Leistung ist auf jeden Fall besser, als man es von einem komplett neu zusammengestellten Team hätte erwarten können.“
Mit jedem Rennen wächst nun auch der Ehrgeiz.
„Wir haben definitiv Blut geleckt.“
Erfahrung schlägt Brechstange
Dass Kohlmann heute zu den konstantesten Fahrern im Feld zählt, ist das Ergebnis einer Entwicklung über viele Jahre.
Während er in seiner Anfangszeit noch häufig jeden Zweikampf kompromisslos annahm, hat sich seine Herangehensweise grundlegend verändert.
„Früher bin ich deutlich mehr mit der Brechstange gefahren und habe mich oft in unnötige Duelle verwickeln lassen.“
Heute setzt er auf Übersicht, Geduld und Konstanz.
„Mit der Erfahrung lernt man, dass man oft weiter nach vorne kommt, wenn man sich aus bestimmten Situationen heraushält.“
Diese Erkenntnis gehört für ihn zu den wichtigsten Lektionen seiner bisherigen Karriere und hilft ihm heute bei jedem Rennen.
Outdoor-Liebe und neue Herausforderungen
Besonders wohl fühlt sich Kohlmann auf schnellen und flüssigen Rennstrecken. Entsprechend leicht fiel ihm der Wechsel von der Indoor-Strecke in Werther auf die traditionsreiche Michael-Schumacher-Kartbahn in Kerpen.
„Outdoor-Strecken liebe ich grundsätzlich.“
Die größte Herausforderung lag für ihn weniger im Streckenlayout als vielmehr in den unbekannten Bedingungen.
„Für uns war die Strecke komplett neu, dazu kamen große Unterschiede zwischen den einzelnen Karts.“
Trotzdem gelang es dem Team, sich schnell anzupassen und ein solides Ergebnis einzufahren.
Auch mit Blick auf das kommende Rennen in Emsbüren zeigt sich Kohlmann optimistisch. Zwar kennt er die Strecke bislang nicht, doch genau darin sieht er keinen Nachteil.
„Wir sind alle sehr gut darin, neue Strecken schnell zu lernen. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir auch dort konkurrenzfähig sein können.“
Nicht jede Strecke wird zur Lieblingsstrecke
Während Emsbüren für Kohlmann noch Neuland ist, wartet mit dem Saisonfinale in Essen eine Strecke, die er bereits bestens kennt.
Allerdings gehört die Daytona Kartbahn nicht unbedingt zu seinen persönlichen Favoriten.
„Ich werde mit der Strecke einfach nicht richtig warm.“
Dennoch blickt er dem Finale gelassen entgegen. Mehrere Langstreckenrennen hat er dort bereits bestritten, und eines steht für ihn unabhängig von der Strecke fest:
„Natürlich werde ich auch dort alles geben.“
Motorsport, Familie und der Blick nach vorne
Abseits der Rennstrecke zeigt sich eine andere Seite von Lars Kohlmann. Während viele Motorsportler jede freie Minute mit Technik, Rennen oder Training verbringen, findet er seinen Ausgleich vor allem im Familienleben.
„Ein perfekter Tag ohne Motorsport ist für mich ein Ausflug mit der Familie.“
Diese Bodenständigkeit spiegelt sich auch in seiner Rolle innerhalb von Red Flag Racing wider. Statt großer Ankündigungen setzt Kohlmann auf Zusammenhalt, Vertrauen und kontinuierliche Entwicklung.
Das Team hat die eigenen Erwartungen bereits übertroffen. Und genau deshalb könnte Red Flag Racing in der zweiten Saisonhälfte noch für die eine oder andere Überraschung sorgen.
Denn wenn erfahrene Rückkehrer gemeinsam Blut geleckt haben, wird aus einem Comeback schnell ein ernstzunehmender Angriff auf die etablierten Kräfte der InWiTo Racing Series.