

InWiTo-Racing Series
"Seit 2009 auf der Rennstrecke"
KARTODROMO INTERN. DE PALMELA
Streckeninfo
Rundkurs Streckenlänge: ca. 1270 Meter
Streckenbreite: 10 Meter
Anzahl Kurven: 12 zzgl. 2 Schikanen
Rechtskurven: 7
Linkskurven: 5
Fahrtrichtung: Rechts, im Uhrzeigersinn
Sanitäre Anlagen: Ja
Restaurant: Ja
Presseraum: Ja

Das Kartódromo Internacional de Palmela, kurz K.I.P., ist für die InWiTo-Racing Series eine ganz besondere Strecke. Nicht, weil hier regelmäßig um Meisterschaftspunkte gefahren wird – sondern weil für viele Fahrer hier seit 2016 die Rennsaison überhaupt erst beginnt.
Palmela ist damit so etwas wie der inoffizielle Saisonauftakt der InWiTo.
Seit Jahren zieht es zahlreiche Fahrer der InWiTo-Racing Series nach Portugal, um gemeinsam mit Fahrern aus der Serie an den großen Langstreckenrennen teilzunehmen. Ob 7-Stunden-Rennen oder 24-Stunden-Rennen – in Palmela werden aus einzelnen Fahrern Teams, aus Konkurrenten Mannschaftskollegen und aus einem normalen Rennwochenende ein echtes Motorsport-Erlebnis.
Das Kartódromo Internacional de Palmela liegt in Algeruz, in der Nähe von Setúbal, und wurde 1998 neu errichtet. Die rund 1.270 Meter lange Strecke gehört zu den anspruchsvolleren Kartkursen Portugals und wurde bereits für zahlreiche nationale und internationale Veranstaltungen genutzt.
Mit sieben Rechts- und fünf Linkskurven sowie zwei Schikanen bietet der Kurs jede Menge Abwechslung. Dabei ist Palmela vor allem eines: schnell.
Die Strecke ist flüssig zu fahren und besitzt zahlreiche Passagen, in denen das Kart mit hoher Geschwindigkeit bewegt wird. Wer hier eine wirklich schnelle Runde fahren möchte, muss Vertrauen in das Kart und in die eigene Linie haben.
Denn Palmela hat einige Kurven, die nicht vollständig einsehbar sind.
Und genau das macht den Kurs so interessant.
Wer eine schnelle Runde fahren möchte, muss die Strecke kennen. Bremspunkte, Einlenkpunkte und Scheitelpunkte lassen sich nicht immer einfach anhand dessen wählen, was man gerade vor sich sieht. Vieles passiert nach Gefühl, Erfahrung und Streckenkenntnis.
Hier entscheidet nicht nur der rechte Fuß – hier entscheidet vor allem der Kopf.
Einige der Kurven müssen praktisch „blind“ angefahren werden. Wer hier zu vorsichtig ist, verliert sofort Geschwindigkeit. Wer dagegen zu viel riskiert, bringt das Kart aus der Linie und verschenkt noch mehr Zeit.
Genau diese Kombination aus schnellen Passagen, blinden Kurven und einer insgesamt sehr flüssigen Streckenführung macht Palmela zu einer echten Fahrerstrecke.
Die Strecke ist breit genug, um auch im Zweikampf verschiedene Linien zu ermöglichen. Trotzdem sollte man sich gerade im Rennbetrieb sehr genau überlegen, wann der Angriff sinnvoll ist.
Denn in Palmela gewinnt man ein Rennen nicht unbedingt in einer einzelnen Kurve.
Man gewinnt es über die Konstanz über viele Runden.
Und genau hier kommt der besondere Reiz für die InWiTo-Fahrer ins Spiel.
Bei den Langstreckenrennen in Palmela geht es nicht darum, wer eine einzelne Runde am schnellsten fährt. Nach mehreren Stunden zählt das Zusammenspiel des gesamten Teams.
Fahrerwechsel, Boxenstopps, Strategie, Kommunikation und natürlich die richtige Pace müssen funktionieren.
Bei einem 7-Stunden-Rennen können bereits kleine Fehler große Auswirkungen haben. Bei 24 Stunden wird daraus eine völlig andere Herausforderung.
Schlafmangel, wechselnde Temperaturen, unterschiedliche Fahrercharaktere und unzählige Runden machen aus einem Sprint ein echtes Langstreckenrennen.
Und genau deshalb werden in Palmela häufig Mischteams aus verschiedenen Fahrern und Teams der InWiTo-Racing Series gebildet.
Fahrer, die sich normalerweise auf der Strecke um Positionen und Meisterschaftspunkte duellieren, sitzen plötzlich gemeinsam in einem Kart und kämpfen für ein gemeinsames Ergebnis.
Aus Gegnern werden Teamkollegen.
Das ist einer der Gründe, warum Palmela für viele InWiTo-Fahrer einen ganz besonderen Stellenwert besitzt.
Seit 2016 gehört Palmela damit fest zur Geschichte der InWiTo-Racing Series – auch wenn die Strecke selbst kein regulärer Austragungsort der IRS-Meisterschaft ist. Die offizielle Streckenübersicht der Serie führt Palmela seit 2016 und verweist auf das dort ausgetragene 7-Stundenrennen „Aniversario TVI“.
Und während in Deutschland die neue Saison vielleicht noch gar nicht richtig begonnen hat, stehen die ersten InWiTo-Fahrer in Portugal bereits wieder am Kart.
Neue Teamkonstellationen werden ausprobiert.
Die ersten Rennkilometer des Jahres gesammelt.
Alte Freunde getroffen.
Neue Fahrer kennengelernt.
Und natürlich wird getestet, wer über den Winter schneller geworden ist.
Palmela ist damit für viele Fahrer weit mehr als nur eine weitere Kartbahn.
Palmela ist der Startschuss in ein neues Racing-Jahr.
Auch abseits der Strecke hat Palmela einiges zu bieten. Das Kartódromo liegt in der Nähe von Setúbal und nicht weit vom Atlantik und den Stränden der Costa da Caparica entfernt. Ein Rennwochenende lässt sich deshalb problemlos mit einem Kurzurlaub verbinden.
Aber Vorsicht:
Wer mit einer Gruppe InWiTo-Fahrer nach Palmela fährt, sollte nicht davon ausgehen, dass nach dem Rennen Schluss ist.
Denn meistens beginnt die Diskussion über die entscheidenden Überholmanöver, die schnellste Linie und die vermeintlich verlorenen Zehntel erst nach dem Abstellen der Karts.
Und spätestens beim nächsten Rennen heißt es dann:
„Weißt du noch, wie schnell wir in Palmela waren?“
Lange Rede, kurzer Sinn: Koffer packen, Helm einpacken und gemeinsam mit der InWiTo ab nach Palmela!