

InWiTo-Racing Series
"Seit 2009 auf der Rennstrecke"
KARTLAND SINN
Streckeninfo
Rundkurs Streckenlänge: ca. 500 Meter
Streckenbreite: 5-11 Meter
Anzahl Kurven: 10
Rechtskurven: 6
Linkskurven: 4
Fahrtrichtung: Rechts, im Uhrzeigersinn
Sanitäre Anlagen: Ja
Restaurant: Ja
Presseraum: Ja

Das Kartland Sinn gehört zu den Strecken, die es beinahe in den offiziellen Rennkalender der InWiTo-Racing Series geschafft hätten. 2016 machte die InWiTo-Racing Series Station in Sinn und unterzog die rund 500 Meter lange Strecke einem ausführlichen Test.
Am Ende kam es zwar nicht zur Aufnahme in den offiziellen Rennkalender – in der Geschichte der InWiTo-Racing Series bleibt Sinn trotzdem als eine der Strecken in Erinnerung, die auf ihre Eignung für die Serie getestet wurden. In der offiziellen Streckenübersicht ist die Bahn entsprechend als Testfahrt 2016 aufgeführt.
500 Meter klingt zunächst nicht nach einer besonders langen Rennstrecke.
Wer jedoch einmal im Kartland Sinn gefahren ist, weiß schnell, dass die Länge einer Strecke nur wenig darüber aussagt, wie anspruchsvoll sie tatsächlich ist.
Sinn ist eine kompakte und technisch anspruchsvolle Kartbahn. Kurvenkombinationen, Spitzkehren und die lange Start-/Zielgerade sorgen dafür, dass auf den vergleichsweise wenigen Metern ordentlich Arbeit für Fahrer und Kart zusammenkommt. Der Betreiber beschreibt die Strecke selbst als Herausforderung für Anfänger und Profis.
Hier geht es nicht darum, möglichst viele Kilometer abzuspulen.
Hier geht es darum, jeden einzelnen Meter richtig zu fahren.
Das Kartland Sinn ist kein klassischer Highspeed-Kurs. Dafür bietet die Strecke jede Menge technische Herausforderungen.
Mehrere Kurven besitzen unterschiedliche beziehungsweise unregelmäßige Radien. Dazu kommen enge Kurven am Ende von Geraden, Spitzkehren und verschiedene Kurvenkombinationen.
Wer hier zu früh einlenkt, verschenkt Geschwindigkeit.
Wer zu spät einlenkt, kommt nicht sauber durch die Kurve.
Und wer beim Kurvenausgang nicht aufpasst, nimmt den Fehler direkt mit auf die nächste Gerade.
Genau deshalb ist Sinn eine Strecke, auf der die Motorleistung alleine nicht den Unterschied macht.
Der Fahrer ist gefragt.
Eine saubere Linie, präzise Bremspunkte und ein guter Kurvenausgang sind wichtiger als ein paar PS mehr oder weniger.
Die relativ kurze Runde sorgt dafür, dass Fehler sofort auffallen.
Während man auf einer langen Strecke vielleicht mehrere Kurven benötigt, um einen Fehler wieder aufzuholen, wirkt sich in Sinn bereits ein schlechter Kurvenausgang direkt auf die nächste Passage aus.
Besonders die Kombination aus engen Kurven und der langen Start-/Zielgeraden macht die richtige Linienwahl interessant.
Denn wer die letzte Kurve nicht sauber erwischt, verliert nicht nur dort Zeit – sondern nimmt den Geschwindigkeitsverlust über die komplette Gerade mit.
Genau solche Details machen den Unterschied zwischen einer schnellen und einer wirklich schnellen Runde.
Die Strecke verfügt außerdem über einen speziellen Rennasphalt und ein computergesteuertes Zeitmesssystem, das die gefahrenen Rundenzeiten bis auf Hundertstelsekunden erfasst.
2016 ging es für die InWiTo-Racing Series deshalb nicht einfach nur darum, eine neue Kartbahn kennenzulernen.
Die Strecke wurde unter dem Gesichtspunkt betrachtet, ob sie die Voraussetzungen für ein Rennen der Serie erfüllen kann.
Die Testfahrt zeigte: Racing kann Sinn.
Das Layout bietet ausreichend technische Herausforderungen, verschiedene Überholmöglichkeiten und eine Streckencharakteristik, bei der der Fahrer einen entscheidenden Anteil am Ergebnis hat.
Auch das Kartland selbst veranstaltete 2016 mehrere 4-Stunden-Teamrennen mit bis zu 18 Teams. Die Rennen wurden damals als fair und sportlich anspruchsvoll beschrieben; beim November-Rennen lagen beispielsweise zwischen Platz eins und zwei nach vier Stunden lediglich 7,025 Sekunden.
Langstrecken-Racing funktioniert also auch auf 500 Metern.
Und manchmal gehört zum Motorsport eben auch eine Entscheidung gegen eine Strecke.
Obwohl die Testfahrt 2016 erfolgreich verlief und Sinn grundsätzlich die Voraussetzungen für die InWiTo-Racing Series erfüllte, wurde die Strecke anschließend nicht in den offiziellen Rennkalender aufgenommen.
Damit blieb es bei diesem einen Test.
Seitdem gehört Sinn zu den Bahnen, die einen besonderen Platz in der Streckengeschichte der InWiTo-Racing Series einnehmen: getestet, für gut befunden – aber nie Teil eines offiziellen IRS-Meisterschaftslaufs geworden.
Und genau das macht die Geschichte irgendwie interessant.
Denn nicht jede Strecke, auf der die InWiTo unterwegs war, muss automatisch Teil der Meisterschaft werden.
Manchmal reicht auch eine Testfahrt, um festzustellen:
Hier kann man richtig gutes Kart fahren.
Wer im Kartland Sinn schnell sein möchte, sollte deshalb nicht darauf warten, dass das Kart die Arbeit erledigt.
Hier muss der Fahrer ran.
Spät und sauber bremsen.
Das Kart richtig positionieren.
Die Spitzkehren möglichst eng und kontrolliert durchfahren.
Am Kurvenausgang früh ans Gas.
Und auf der Start-/Zielgeraden die Geschwindigkeit mitnehmen.
Das klingt einfach.
Ist es aber nicht.
Denn genau diese vielen kleinen Details machen auf einer kurzen technischen Strecke den Unterschied.
Das Kartland Sinn ist heute deshalb kein offizieller Schauplatz der InWiTo-Racing Series.
Aber es ist ein Teil ihrer Geschichte.
Eine Testfahrt im Jahr 2016.
Ein Blick auf eine mögliche neue Strecke.
Viele Runden auf 500 Metern Rennasphalt.
Und am Ende die Entscheidung, dass Sinn nicht in den offiziellen Kalender aufgenommen wird.
Für uns gehört genau das ebenfalls zu Motorsport.
Neue Strecken ausprobieren.
Grenzen testen.
Erfahrungen sammeln.
Und manchmal auch einfach feststellen, dass eine Strecke unabhängig von einem Meisterschaftslauf richtig Spaß macht.
Lange Rede, kurzer Sinn: 500 Meter, zehn Kurven und jede Menge Arbeit für den Fahrer – willkommen im Kartland Sinn!