

InWiTo-Racing Series
"Seit 2009 auf der Rennstrecke"
CMT Motorsport: Eine Saison voller Lernmomente – und die Hoffnung auf ein Comeback
Max Heinemann blickt auf das erste Jahr in der InWiTo Racing Series zurück, spricht über Fortschritte, Herausforderungen und Teamgeist. 2027 wird CMT Motorsport pausieren – doch die Rückkehr auf die Rennstrecke ist fest eingeplant.

Die erste Saison in einer neuen Rennserie ist immer eine besondere Herausforderung. Neue Strecken, unbekannte Konkurrenz und Abläufe, die sich erst unter Rennbedingungen einspielen müssen, machen den Einstieg zu einer anspruchsvollen Aufgabe. Für CMT Motorsport war die Saison 2026 in der InWiTo Racing Series genau das: ein Jahr voller Erfahrungen, wertvoller Erkenntnisse und sportlicher Entwicklung.
Im Gespräch blickt Max Heinemann auf die vier Rennveranstaltungen zurück, erklärt, wo das Team die größten Fortschritte gemacht hat, und verrät, warum CMT Motorsport trotz einer Pause im kommenden Jahr noch lange nicht am Ende seiner Reise angekommen ist.
Mit großen Erwartungen gestartet – und schnell dazugelernt
Zu Beginn der Saison standen für CMT Motorsport vor allem das Sammeln von Erfahrung, die Verbesserung der eigenen Abläufe und das Zusammenwachsen als Team im Vordergrund. Auch eine Platzierung unter den besten zehn Mannschaften war ein Ziel. Doch bereits beim ersten Rennen wurde deutlich, wie hoch das sportliche Niveau in der InWiTo Racing Series ist.
„Unsere Erwartungen an Platzierungen haben wir bereits während des ersten Rennens verworfen, da wir schnell gemerkt haben, dass das Niveau sehr gut ist“, erzählt Heinemann rückblickend.
Anstatt sich ausschließlich an Ergebnissen zu orientieren, konzentrierte sich das Team zunehmend auf die eigene Entwicklung. Eine Entscheidung, die sich im Laufe der Saison auszahlen sollte. Denn auch wenn die angestrebten Platzierungen nicht immer erreicht wurden, verbesserte sich CMT Motorsport kontinuierlich – sowohl auf der Strecke als auch bei der Organisation rund um die Rennen.
Das zweite Rennen als Wendepunkt
Besonders bei der Rennplanung und den Abläufen während der Veranstaltungen sieht Heinemann die größten Fortschritte. Vor allem die Boxenstopps entwickelten sich zu einem wichtigen Ansatzpunkt, um wertvolle Zeit zu gewinnen. Zwar waren die Abläufe noch längst nicht perfekt, doch das Team erkannte früh, welches Potenzial in einem gut abgestimmten Fahrerwechsel steckt.
Ein besonderer Moment war dabei das zweite Rennen der Saison. Nach einem ernüchternden Auftakt gelang es CMT Motorsport, neue Motivation zu schöpfen und das eigene Leistungsvermögen besser einzuschätzen.
„Wir haben dort das erste Mal gemerkt, dass wirklich mehr geht“, sagt Heinemann. Gerade im Vergleich zum ersten Rennen sei diese Erkenntnis ein enormer Motivationsschub für die gesamte Mannschaft gewesen.
Die gefahrenen Rundenzeiten zeigten immer wieder, dass CMT Motorsport durchaus mit dem Mittelfeld mithalten konnte. Allerdings spiegelten die Endergebnisse dieses Potenzial nicht immer wider. Für Heinemann lag ein wesentlicher Grund dafür in der fehlenden Streckenerfahrung.
Da das Team die Rennstrecken vor den jeweiligen Veranstaltungen noch nicht selbst gefahren war, fehlte insbesondere im Qualifying die nötige Routine. Häufig wurden die Zeiten erst im Laufe des Rennens konkurrenzfähiger, als sich die Fahrer besser auf die Strecke eingestellt hatten.
Auch bei den eigenen Leistungen sieht Heinemann noch Entwicklungsmöglichkeiten. Persönlich möchte er vor allem an seiner Konstanz arbeiten: Auf schnelle Runden folgten mitunter Abschnitte, in denen die Konkurrenz wieder Zeit gutmachen konnte. Für die Zukunft ist deshalb klar, dass nicht nur die Abläufe im Team, sondern auch die individuelle Fahrleistung weiter verbessert werden sollen.
Lernen von den etablierten Teams
Neben den eigenen sportlichen Fortschritten beeindruckte Heinemann vor allem das professionelle Auftreten einiger erfahrener Mannschaften. Von der Organisation über die Kleidung bis hin zur Kommunikationstechnik gab es zahlreiche Details, an denen sich CMT Motorsport orientieren konnte.
Besonders die Abläufe abseits des eigentlichen Renngeschehens erwiesen sich als wertvolle Lernquelle. Der Austausch mit anderen Teams eröffnete neue Perspektiven und lieferte Anregungen, die sich auch in die eigene Arbeit übertragen lassen.
Für Heinemann steht deshalb bereits ein wichtiger Punkt für die Zukunft fest: eine professionelle Rennkommunikation. Sie könnte dabei helfen, Informationen während der Rennen effizienter auszutauschen und Entscheidungen noch besser aufeinander abzustimmen.
Auch das Streckentraining vor den Veranstaltungen und das gezielte Einüben der Boxenstopps gehören für ihn zu den zentralen Maßnahmen, die ein neues Team möglichst früh angehen sollte.
Seine drei wichtigsten Empfehlungen für Einsteiger in die InWiTo Racing Series sind entsprechend klar:
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Streckentraining vor dem Rennen: Die Strecke bereits im Vorfeld kennenlernen und sich gezielt vorbereiten.
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Boxenstopps trainieren: Fahrerwechsel und Abläufe so oft üben, bis sie möglichst reibungslos funktionieren.
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Rennkommunikation einrichten: Eine zuverlässige Kommunikation schaffen, um während des Rennens besser als Team zusammenzuarbeiten.
Drei Fahrer, unterschiedliche Stärken – ein gemeinsames Ziel
Gemeinsam mit Calvin Gerlach und Tim Böckmann führte Max Heinemann CMT Motorsport durch die erste Saison. Die drei Fahrer brachten unterschiedliche Voraussetzungen und Erfahrungen mit, wodurch jeder seine eigenen Stärken einbringen konnte.
Heinemann selbst übernahm neben seiner Rolle als Fahrer auch zahlreiche organisatorische Aufgaben. Da er ursprünglich auf die InWiTo Racing Series aufmerksam geworden war und das Team zusammengestellt hatte, lagen unter anderem die Vorbereitung der Veranstaltungen und die Planung der Fahrerstints bei ihm.
Dabei galt es, Lösungen zu finden, die für alle Fahrer passten und einen möglichst reibungslosen Ablauf ermöglichten. Calvin Gerlach brachte bereits vergleichsweise viel Kart-Erfahrung mit und konnte dadurch Leistungen zeigen, bei denen Heinemann und Böckmann teilweise noch aufholen mussten.
Gerade diese unterschiedlichen Erfahrungsstände machten die gemeinsame Saison zu einem Lernprozess. Jeder brachte eigene Perspektiven ein, und mit jeder Veranstaltung wuchs das Verständnis dafür, wie sich die individuellen Stärken am besten für das Team nutzen lassen.
Mehr als nur Zeiten und Platzierungen
Was die erste Saison für CMT Motorsport besonders machte, spielte sich nicht ausschließlich auf der Strecke ab. Auch der offene Umgang innerhalb der InWiTo Racing Series hinterließ bei Heinemann einen positiven Eindruck.
Der Kontakt zu anderen Mannschaften entstand schnell und unkompliziert. In Gesprächen konnten Erfahrungen ausgetauscht, Fragen geklärt und Tipps mitgenommen werden, die über das eigentliche Renngeschehen hinausgingen.
Ein persönlicher Anknüpfungspunkt bestand bereits zum Team Wild Boys Lünen, dessen Mitglied Heinemann schon kannte. Auch über die gemeinsame Saison hinaus rechnet er deshalb mit weiteren Begegnungen auf der Rennstrecke.
Diese Erfahrungen zeigen, was eine Rennserie neben dem sportlichen Wettbewerb ausmachen kann: den Austausch zwischen Teams, gegenseitige Unterstützung und die Möglichkeit, voneinander zu lernen. Für ein neu zusammengestelltes Team wie CMT Motorsport war dieser offene Umgang ein wichtiger Bestandteil der ersten Saison.
Abschied auf Zeit: Warum CMT Motorsport 2027 pausiert
Umso schwerer fiel die Entscheidung, in der Saison 2027 nicht an der InWiTo Racing Series teilzunehmen. Die gemeinsame Zeit habe allen Beteiligten viel Spaß gemacht, betont Heinemann. Grundsätzlich wäre das Team gerne geblieben.
Letztlich geben jedoch die persönlichen und zeitlichen Rahmenbedingungen den Ausschlag. Da sich die Studien der Fahrer ihrem Abschluss nähern, fehlt künftig die notwendige Zeit, um den Aufwand einer Rennsaison mit dem gewünschten Einsatz zu betreiben.
Die Pause ist daher keine grundsätzliche Abkehr vom Kartsport und auch kein endgültiger Abschied von der InWiTo Racing Series. Vielmehr soll sie Raum schaffen, um die anstehenden Aufgaben außerhalb der Rennstrecke zu bewältigen.
„Umso mehr freuen wir uns aber, in die InWiTo zurückkehren zu können“, erklärt Heinemann.
Das Comeback ist fest eingeplant
Auch wenn CMT Motorsport 2027 nicht am Start stehen wird, ist die Geschichte des Teams noch nicht zu Ende. Heinemann macht deutlich, dass die Mannschaft weiterbestehen soll und sich fest vorgenommen hat, zu einem späteren Zeitpunkt stärker zurückzukehren.
Wann genau das Comeback stattfinden wird, steht derzeit noch nicht fest. Der Wille, wieder gemeinsam auf die Strecke zu gehen, ist allerdings vorhanden.
Die erste Saison hat dafür eine wertvolle Grundlage geschaffen: Erfahrungen mit der Organisation einer Rennveranstaltung, Erkenntnisse über das eigene sportliche Potenzial und konkrete Ansatzpunkte, um sich künftig weiterzuentwickeln. Streckentraining, eingespielte Boxenstopps und eine bessere Rennkommunikation könnten bei einer Rückkehr den Unterschied machen.
Bis dahin bleibt die Saison 2026 für CMT Motorsport vor allem ein Jahr, aus dem die drei Fahrer viel mitnehmen können. Nicht jede Erkenntnis ließ sich unmittelbar in ein besseres Ergebnis umsetzen. Doch gerade die Erfahrungen aus schwierigen Rennen und die Fortschritte im Laufe der Saison dürften für die weitere Entwicklung des Teams entscheidend sein.
Ein Dank an die Menschen hinter der Serie
Zum Abschluss richtet Max Heinemann einen besonderen Dank an die Organisatoren der InWiTo Racing Series. Sie stellen die Strecken zur Verfügung, bereiten die Veranstaltungen vor und sorgen während der Rennen dafür, dass der Ablauf möglichst reibungslos funktioniert.
Dieser Einsatz bildet die Grundlage dafür, dass Teams wie CMT Motorsport ihre Leidenschaft für den Kartsport gemeinsam ausleben und sich sportlich miteinander messen können.
Für CMT Motorsport endet damit vorerst ein Kapitel in der InWiTo Racing Series – eines, das von neuen Erfahrungen, sportlichen Herausforderungen und dem Zusammenhalt innerhalb des Teams geprägt war.
2027 wird CMT Motorsport fehlen. Doch wenn es nach Max Heinemann geht, ist es kein Abschied für immer. Das nächste Kapitel soll kommen – mit mehr Erfahrung, verbesserten Abläufen und dem klaren Ziel, stärker auf die Strecke zurückzukehren.