Nele Otter: "Mein Lieblingsgegner ist derjenige, der sich gerade vor mir befindet."

Wer im Motorsport denkt, dass nur Männer schnell sein können, ist noch nie in der InWiTo-Racing Series gefahren. Dort gibt es gleich fünf Mädels die den den Jungs regelmäßig zeigen, dass sie nicht nur zum mitfahren dabei sein. Neben Kultfahrerin Sabine Kaymer sind auch Franzi Arndt, Joy Junghenn, Anna Niebäumer und Nele Otter regelmäßig in der I.R.S. anzutreffen. Mit Nele Otter sprachen wir im heutigen Interview über Ihre Zeit in der InWiTo-Racing Series.
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I.R.S.: "Hallo Nele, schön, dass wir endlich mal wieder das Vergnügen haben. Es ist ja auch bei dir schon eine Zeitlang hin seit dem letzten Interview."

Nele Otter: Ja, stimmt. Über ein Jahr dürfte es schon sein.

 

I.R.S.: "Es kommt einem gar nicht so lang vor aber das ist mittlerweile schon die dritte Saison an der du in der InWiTo-Racing Series teilnimmst. Wie gefällt es dir in der I.R.S.?"

 

Nele Otter: Immer noch wie am Anfang, sehr gut!

Ich komme sehr gerne zu den Rennen und komme mit den allermeisten Leuten echt gut klar. Die InWiTo gehört für mich schon voll in die Jahresplanung.

 

I.R.S.: Deine Anfänge waren ein wenig holprig und die letzte Saison lief sicherlich nicht so wie du es dir vorgestellt hast. In dieser Saison bist du zu deinem neuen Team "Im rechten Bein taub" gestoßen. Was erwartest du von dieser Saison?

 

Nele Otter: Dadurch, dass ich im letzten Jahr immer mit unterschiedlichen Leuten gefahren bin, erwarte ich diese Saison in erster Linie einmal, dass wir zumindest in gleichbleibender Konstellation an den Start gehen. Außerdem würden wir uns gerne im vorderen Mittelfeld behaupten.

 

I.R.S.: "Du bist auf der Kartbahn Büren zuhause aber ausgerechnet dort, sind Rennen der InWiTo-Racing Series nicht machbar. Ab der kommenden Saison wird die InWiTo-Racing Series höchst wahrscheinlich auf vier Saisonrennen ausgeweitet. Das Motodrom Hagen ist bereits neben der Kartbahn Werther als Austragungsort bestätigt. Daytona Kartbahn Essen könnte ebenfalls 2023 noch das dazu stoßen, spätestens aber 2024. Was hältst du von dieser Entwicklung?"

 

Nele Otter: Ich finde das gut. Finde es schwierig, wie dieses und letztes Jahr, alle Rennen auf ein und derselben Strecke auszutragen. Das nimmt halt ein wenig das spannende aus der Serie raus, weil man vorher weiß, welches Team auf der Strecke stark ist. Dadurch, dass ich eine relativ „weite“ Anreise habe, fällt es mir zeitlich schwer, mich auf der Bahn ernsthaft auf Rennen vorzubereiten. Andere haben da bessere Möglichkeiten, aufgrund weniger weiten Anfahrtswegen. Es würde auf jeden Fall wieder mehr Spannung reinkommen, gerade weil auf einer Outdoorbahn wie Hagen der Wetterfaktor hinzukommt und ein Regenrennen noch mal sehr interessant sein könnte.

 

I.R.S.: "Was reizt dich an der Teilnahme der InWiTo-Racing Series? Du bist bereits in anderen Serien schon sehr erfolgreich unterwegs gewesen?"

 

Nele Otter: Es ist Rennen fahren für den kleineren Geldbeutel. Und dennoch auf recht hohem und vor allem sehr ähnlichem Niveau, wie man an den Zeiten sehen kann. Es sind alle Teams sehr nah beieinander. Außerdem gefällt mir das familiäre und die mehr oder weniger gleichen Voraussetzungen was die Karts betrifft. Je nachdem, wie viel Glück man damit hat.

 

I.R.S.: "Wie eben bereits gesagt, bist du in dieser Saison zu "Im rechten Bein taub" gestoßen. Das erste Rennen hat nicht die Punkte gebracht, die man bei dieser Fahrerkonstellation eigentlich erwartet. Wie stark wird das Team im zweiten Rennen sein. Wo könnt ihr euch noch verbessern?"

 

Nele Otter: In erster Linie müssen wir darauf achten, die Fahrerwechsel im richtigen Zeitraum zu machen. Das war im ersten Rennen das Problem unser Schuss ins eigene Bein.

 

I.R.S.: "Jedes Team hat immer ein Team was es schlagen möchte. Sei es um den Sieg oder auch um die Endplatzierung. Welches Team ist dein Lieblingsgegner und warum?"

 

Nele Otter: Mein Lieblingsgegner ist derjenige, der sich gerade vor mir befindet. Fahre gegen jeden gerne, der in der Lage ist, einen fairen Positionskampf auszutragen.

 

I.R.S.: "Corona hat die InWiTo-Racing Series das Drumherum nahezu nicht möglich machen lassen. Keine Feuerwerke, keine Lasershows eigentlich nur das Fahren an sich. Wenn man es genau nimmt, durftest du nichts von dem in der I.R.S. miterleben. Was kennst du von der ganzen Show vergangener InWiTo-Tage?"

 

Nele Otter: Ich kenne es nur aus Erzählungen, da ich ja ein Kind von Corona bin. Aber ich bin sehr gespannt, wie es werden wird.

 

I.R.S.: "Um nochmal auf die Coronazeit zurück zu kommen. Die InWiTo-Racing Series konnte zwar nicht ganz planmäßig stattfinden aber sie hat stattgefunden. Wie gut ist die InWiTo-Racing Series deiner Meinung nach durch die zwei Corona-Jahre gekommen?"

 

Nele Otter: Wenn man sich das gerade im Verhältnis zu anderen Serien und auch zu anderen Sportarten anguckt, dann ist die InWiTo wirklich sehr gut durchgekommen. Das wesentliche hat immer stattfinden können, das war in den allermeisten anderen Bereichen des alltäglichen Lebens ja nicht möglich. Also Chapeau an die Orga!

 

I.R.S.: "Und nun kommen wir auch schon zu Ende des Interviews mit der letzten Frage. Was wünschst du dir für das nächste Rennen?"

 

Nele Otter: Ich wünsche mir, dass wir im vorderen Mittelfeld sicher mitfahren können und den Platz auch festigen können.