Adrian Nessel: Wir konnten das Niveau nur sehr schwer einschätzen

Adrian Nessel geht mit seinem Team Knallgas Racing seit dieser Saison in der InWiTo-Racing Series an den Start. Die I.R.S kennt er bereits seit seiner Teilnahme 2019 am InWiTo-Cup in Harsewinkel. Die neuen Gegebenheiten sind für das Team eine Herausforderung. Die Zuversicht ist aber vorhanden, dass es weiter nach vorne gehen wird.
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I.R.S.: Hallo Adrian, da sind wir nun zu unserem ersten gemeinsamen Interview. Wie waren die ersten Schritte in die InWiTo-Racing Series für euch?

Adrian Nessel: Hallo, ja freut mich. Die Qualifikation lief super. Aber das Rennen hat uns am Anfang sehr gefordert, da wir nicht mit so einem frühen Boxenstopp gerechnet hatten. Die ganze Prozedur ist neu für uns.

 

I.R.S.: Was war für euch besonders neu? Worauf musstet Ihr euch besonders einstellen?

 

Adrian Nessel: Es war für uns neu ein mehrstündiges Teamrennen zu fahren. Dabei war der Boxenstopp eine besondere Herausforderung, die man vorher nur in der Theorie planen konnte.

 

I.R.S.: In der InWiTo Racing Series gibt es in jeder Saison neue Teams. Ihr seid in dieser Saison das Rookie-Team. Wie ist es als Neuling in die I.R.S. zu kommen? Wird reagieren die anderen Teams auf neue Teams?

 

Adrian Nessel: Wir konnten das Niveau nur sehr schwer einschätzen, da die Bedingungen bei unserem Wildcard Start 2019 in Harsewinkel eher bescheiden waren. Wir wurden sehr freundlich empfangen und nett aufgenommen. Die anderen Teams scheinen auch gut drauf zu sein, das Verhalten auf der Strecke scheint fair und Respektabel zu sein. Falls wir fragen hatten stand uns jedes Team mit Rat und Tat zur Seite.

 

I.R.S.: Du hast gerade angesprochen das Mehrstündige Rennen neu für euch sind. War es schwer für euch so lange fahren zu müssen? Wie habt Ihr euch darauf vorbereitet?

 

Adrian Nessel: Es war schwer die Konzentration die ganze Zeit oben zu halten. Zum Glück hatte man ja genügend Pause um sich zu erholen. Auf ein mehrstündiges Rennen haben wir uns nicht wirklich vorbereitet.

 

I.R.S.: Gerade bei den Boxenstopps kann man viel Zeit liegen lassen oder eben Zeit gewinnen. Jeder Handgriff muss sitzen. Wie konntet Ihr euch in der Theorie darauf vorbereiten?

 

Adrian Nessel: Wir haben vorher bereits die Reihenfolge der Fahrer festgelegt damit wir uns währenddessen keine Gedanken machen müssen. Außerdem haben wir versucht uns abzusprechen wer welchen Handgriff tätigt. Leider läuft es in der Realität immer anders und es muss sich erstmal einspielen.

 

I.R.S.: 2019 in Harsewinkel... Das war dann sicher der InWiTo Cup an dem Ihr teilgenommen habt. Welche Erinnerungen hast du noch von dem Event?

 

Adrian Nessel: Es waren gefühlt 40 Grad. Wir hatten uns fürs Finale qualifiziert und waren begeistert vom Event. Im Finale wurden wir innerhalb einer Runde bis zum Schluss durchgereicht, weil das Kart miserabel war. Danach mussten wir dann leider ganz aufhören. Der Abschluss war also sehr enttäuschend, aber uns war klar, wir müssen uns für die InWiTo Series einschreiben.

 

I.R.S.: Platz 6 im ersten Rennen. Das ist schon ein Ausrufezeichen. Wie stark ist das Fahrerlager deiner Meinung nach?

 

Adrian Nessel: Wir schätzen das Fahrerlager sehr stark ein. Besonders konnte man es an dem neuen Qualifikationsformat sehen. Außerdem ist die Erfahrung der Teams sehr hoch. Nächstes Mal versuchen wir uns zu steigern und eine Durchfahrtsstrafe zu vermeiden.

 

I.R.S.: In dieser Saison gab es mit dem Top-Qualifying ein ganz neues Qualifikationsformat und das auch noch auf E-Karts. Wie fandest du das Top-Qualifying?

 

Adrian Nessel: Wir kennen ja bisher nur dieses Format. In meinen Augen ist es eine deutlich größere Herausforderung nur eine gewertete Runde zu haben. Durch die größere Schwierigkeit zeigt sich die Fähigkeiten der Fahrer besser. Es war sehr spannend!

 

I.R.S.: Strafen sind das große Thema nach dem Rennen gewesen. Für das zweite Rennen hat das Orga-Team bereits angekündigt härter durchgreifen zu wollen. Was könnte das für das Rennen bedeuten?

 

Adrian Nessel: Ich denke alle werden noch wachsamer sein. Wir haben uns fest vorgenommen, uns keine Strafe mehr einzuhandeln. Die Durchfahrtsstrafe vom ersten Rennen hatte uns die Chance auf eine bessere Position genommen.

 

I.R.S.: Ein sehr spannendes Interview aber auch das muss Mal zu Ende gehen. Eine Frage haben wir allerdings noch an dich. Nach dem ersten Rennen habt Ihr nun einen ersten Eindruck gewinnen können. Welches Saisonziel habt Ihr in der InWiTo Racing Series in dieser Saison?

 

Adrian Nessel: Wir hoffen, dass mit steigender Routine die Fehler abnehmen und sich die Ergebnisse verbessern lassen. Wir sind sehr gespannt und freuen uns auf die restliche Saison!